Mirette Bakir

Mirette Bakir war ebenso wie Franziska Junge im Rahmen des Hochschulkooperationsprojektes zwischen Kairo und Leipzig als "Botschafterin des Dialogs" ausgewählt worden und verbrachte insgesamt fünf Monate in Leipzig.

„self portrait“

Dort widmete sie sich vor allem der Malerei und genoss sichtlich die Freiheiten, die ihr der Aufenthalt ermöglichte. Dies betraf nicht nur künstlerische Freiheiten, wie die Teilnahme Kursen des Aktzeichnens oder die von den Leipziger Dozenten eingeräumten gestalterischen Freiheiten, sondern auch alltägliche Freiheiten in Bezug auf Kleidung, Umgang mit dem anderen Geschlecht oder einfach die Möglichkeit Fahrrad zu fahren.

Zugang zu deutschen Lebensgewohnheiten fand sie vor allem über ihr Leben in einer Leipziger Wohngemeinschaft, das sie in Vergleich zu ihrem Leben in Kairo setzte. Rückblickend zieht sie Bilanz:

„Different Identical“
„Cocoon“

Ich fühlte mich wirklich sehr geschmeichelt, als ich für das Hiwar-Fanni Programm ausgewählt wurde. Es war eine Erfahrung, die mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet hat. Ich habe gelernt, dass sich Deutschland auf viele Weise von Ägypten unterscheidet. Es war wundervoll zu erkennen, wie sehr unsere Länder voneinander lernen können.

Es war die wertvollste Erfahrung, die ich als junge Künstlerin hatte. Die Lektionen kultureller Unterschiede, die ich erlebt habe, werde ich mit nach Hause nehmen und hoffe, sie zusammen mit meiner Sicht auf Deutschland an meine Studenten weiterzugeben.

Im Ergebnis bin ich ein neuer Mensch geworden, der viel Selbstvertrauen gewonnen hat. Dies wird mir über alle schlechten Situationen hinweghelfen, welche die Zukunft bringen mag. (...) Ich bin nicht mehr die, die ich einmal war.
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