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Lehrerfortbildung

Am 4. Juni fand auf Einladung von Frau Schultz am „Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM)" in Bad Berka ein Tagesseminar unter dem Titel „Kultur und Identität von muslimischen Jugendlichen" statt.
An ihm nahmen 17 Lehrerinnen aus verschiedenen Thüringer Schulen teil. Ihre Motivationen waren ganz unterschiedlich, wie sich in einer ersten offenen Runde herausstellte. Zum überwiegenden Teil hatten die Lehrerinnen in ihrem Schulalltag schon Kontakt mit muslimischen Schülern und deren Eltern und wollten nun mehr über die Lebensumstände in den Herkunftskulturen erfahren , zum Teil bereiteten sie sich auf die Ankunft von neuen Schülern mit muslimischen Hintergrund vor oder sie waren persönlich interessiert an Kultur und Religion im Nahen Osten.
Den Vormittag bestritt Cornelia Schnoy, in dem sie über den Schul- und Lebensalltag im Nahen Osten sprach. Da in Thüringen hauptsächlich solche Schüler unterrichtet werden, die erst seit einem relativ kurzen Zeitraum in Deutschland leben, kann das Wissen über den Lebens- und Schulalltag der Eltern und zum Teil auch der Schüler Rückschlüsse auf deren Erwartungshaltung gezogen werden. Dabei wurden sowohl die Erwartungen der Eltern, Kinder und Jugendlichen an die (deutsche) Schule beleuchtet als auch das, was diese Eltern von ihren Kindern verlangen.
Begleitet wurde der Vormittag von einer Präsentation der relevanten Unterrichtseinheiten auf www.1001-idee.eu und von einer lebhaften Diskussion aller Anwesenden.
Herr Nasched, der vor wenigen Jahren aus Ägypten nach Deutschland gezogen ist und hier an einer Thüringer Schule und an der Universität tätig ist, referierte das Thema am Nachmittag. Dabei ging es vor allem um die Konsequenzen, die sich aus der Präsenz von muslimischen Schülern im Arbeitsalltag der anwesenden Lehrerinnen ergibt. Er ging dabei auf die Erwartungen der deutschen LehrerInnen und MitschülerInnen ein und gab ganz konkrete Hinweise wie man auf bestimmte Konfliktsituationen reagieren kann und wie sich die deutsche Rechtssprechung zu problematischen Fällen äußert.
Insgesamt nahmen alle Anwesenden - die Teilnehmerinnen und auch die ReferentInnen - viele neue Impulse für ihre Arbeit mit nach hause und waren von der angenehmen und offenen Arbeitsatmosphäre in Bad Berka begeistert.