| Glossar |
Edward Said
Edward Said wurde am 1. November 1935 in Jerusalem geboren. Er entstammte einer palästinensisch-christlichen Familie, die im Anschluss an den arabisch-israelischen Krieg von 1948 und die Staatsgründung Israels vertrieben wurde. Zu wissenschaftlichem Ruhm gelangte er vor allem aufgrund seines 1979 erschienenes Werkes Orientalism („Orientalismus"), welches den Blick der ‚westlichen Welt' auf den ‚Orient' als romantisierend verklärte Verzerrung entlarvte. Als Professor für Englisch und Komparatistik lehrte er an renommierten Universitäten der USA wie z.B. in Harvard, Yale und zuletzt an der Columbia University. Zusammen mit dem jüdischen Dirigenten Daniel Barenboim gründete er 1999 das West-Östliche Diwan Orchester bestehend aus jungen israelischen und arabischen Musikern, um sich auf diesem Wege für eine Annäherung der beiden Volksgruppen einzusetzen. Edward Said starb am 25. September 2003 an Leukämie.
Emir
Emir (arab. amir) bedeutet „Führer“ oder „Befehlshaber“. In verschiedenen muslimischen Ländern wird der Begriff auch als Herrschertitel verwandt, so etwa in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Engel Izrail
Der Engel Izrail ist der Todesengel. Seine Aufgabe ist es, die Seelen von den Körpern zu trennen. Zusammen mit Jibril, Mikal und Israfil ist er in der islamischen Lehre von den Engeln einer der vier Hauptpersonen. Seine Abmessungen sind kosmisch: er hat 4000 Flügel und ein Körper mit ebenso viele Augen und Zungen wie es Menschen auf Erde gibt. Mit einem Fuß steht er im Himmel, mit dem anderen aber auf der messerscharfen Brücke, die das Paradies von der Hölle trennt. Er wird meistens mit einem rauchenden Schwert in seiner Rechten abgebildet.
Entwicklungslaendern
Entwicklungsländer
Der Entwicklungshilfe-Ausschuss der OECD (DAC) betrachtet rund 150 Länder Afrikas, Lateinamerikas, Asiens, aber auch Europas (z.B. Albanien) als Entwicklungsländer. Diese Länder umfassen mit ca. viereinhalb Milliarden Menschen fast vier Fünftel der Weltbevölkerung.
Die Entwicklungsländer lassen sich in drei Gruppen unterteilen:
a) die am wenigsten entwickelten Länder (least developed countries) mit sehr niedrigem Pro-Kopf-Einkommen, einer niedrigen Industrialisierungsrate und einer hohen Analphabetenquote (ca. 560 Mio. Menschen);
b) die „Mittelschicht" der Entwicklungsländer (ca. 3,2 Mrd. Menschen);
c) die Schwellenländer, die überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielen, ein höheres
durchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen aufweisen und an der Schwelle zu einem Industrieland stehen (ca. 650 Mio. Menschen)
Entwicklungszusammenarbeit
Unter Entwicklungszusammenarbeit wird die Zusammenarbeit zwischen Industrieländern und Entwicklungsländern verstanden. Im Idealfall trägt sie zur Überwindung von Entwicklungsengpässen, zur Befriedigung von Grundbedürfnissen und zu einer nachhaltigen, menschenwürdigen Entwicklung bei. Dabei stärkt sie die Selbsthilfekapazitäten in den Entwicklungsländern, damit diese die Globalisierung zu ihrem Vorteil nutzen zu können. Die beiden wichtigsten Instrumente hierfür sind die Finanzielle Zusammenarbeit (zinsgünstige Kredite und Zuschüsse) und die Technische Zusammenarbeit (Vermittlung technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Kenntnisse).

