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Fatima

Fatima war die Tochter des Propheten Mohammed und die Ehefrau seines Vetters Ali. Die Schiiten verehren sie deshalb besonders. Fatima liegt in Medina (Saudi-Arabien) begraben. Ihr Grab wurde jedoch 1806 von der muslimischen Bewegung der Wahhabiten zerstört, die ihre Verehrung als ketzerisch ansahen.

Fatimiden

Die Fatimiden waren eine ismailitisch-schiitische Dynastie in Nordafrika, die sich in Konkurrenz zu den Abbasiden in Ägypten etablierte. Ihre Herrschaft dauerte von 969 bis 1171 und erstreckte sich auch auf Syrien und Palästina. Die Fatimiden leiteten ihre Herkunft von Fatima, der Tochter des Propheten Mohammed, ab. Sie wurden von Saladin gestürzt.

Fatwa

Fatwa (arab.) „Gutachten". Religiöses Rechtsgutachten auf Basis der Scharia; wird von Privatpersonen angefragt und von Rechtsgutachtern, Muftis, erstellt. Der Themenkreis umfasst alle Aspekte des islamischen Rechts und reicht von Ritualhandlungen bis hin zu Geldgeschäften. Fatwas haben eine beratende Funktion; sie sind niemals zwingend.

Fiqh

Fiqh (arab.) „Kenntnis". Die islamische Rechtswissenschaft, im achten Jahrhundert entstanden, systematisiert die islamischen Rechtsquellen und legt die Rechtspraxis in umfangreichen Handbüchern fest.

Fitna

Fitna (arab.) „Reiz", „Faszination", „Aufruhr", „Aufstand". Das Wort umreißt die Versuchung, die von Gott herab gesandt wird, um den Gläubigen auf die Probe zu stellen. Gibt der Gläubige der Versuchung nach und fällt vom Glauben ab, indem er gegen die göttlichen Gebote verstößt, ist dies als „Aufstand" gegen das göttliche Gesetz zu werten. Gleichzeitig meint Fitna aber auch die Zwietracht unter Männern, ausgelöst durch die Versuchung schöner Frauen.

Fitna

Wörtlich lässt sich das arabische Wort fitna einerseits mit „Reiz" und „Faszination", andererseits aber auch mit „Aufruhr" und „Aufstand" übersetzen. In den beiden, so unterschiedlich wirkenden Begriffspaaren spiegelt sich die religiöse Bedeutung des Wortes fitna wider: fitna meint die Versuchung, die von Gott herab gesandt wird, um den Gläubigen auf die Probe zu stellen. Gibt der Gläubige der Versuchung nach und fällt vom Glauben, indem er gegen die göttlichen Gebote verstößt, ist dies als „Aufstand" gegen das göttliche Gesetz zu werten. Gleichzeitig meint fitna aber auch den Aufruhr und die Zwietracht innerhalb der Gemeinschaft der Gläubigen, ausgelöst beispielsweise durch die Verlockungen einer schönen Frau („Reiz", „Faszination").

Fundamentalismus

Religiöser Fundamentalismus bedeutet das Beharren auf religiösen Grundsätzen, sowie das buchstabengetreue Befolgen religiöser Texte und ist in den meisten Religionsgemeinschaften zu finden. Der Begriff selbst geht auf Bewegungen unter protestantischen Christen in den USA im 19. Jahrhundert zurück, die sich selbst als „Fundamentalisten" bezeichneten. Für „islamischen Fundamentalismus" wird fälschlicherweise oft synonym die Bezeichnung „Islamismus" gebraucht. Wenngleich der Islamismus auf einer buchstabengetreuen, also fundamentalistischen, Interpretation des Korans, basiert, so unterscheidet er sich vom Fundamentalismus dadurch, dass er eine politische Ideologie ist.