| Glossar |
Qadi
Qadi (arab.) „Richter"; bezeichnet muslimische Rechts- und Religionsgelehrte mit richterlicher Funktion. Umgangssprachlich taucht auch im Deutschen das dem Arabischen entlehnte Wort Kadi für Richter auf (z.B. „vor den Kadi ziehen").
Qawwali
Qawwali bezeichnete ursprünglich die religiöse Musik der muslimischen Mystiker, mit deren Hilfe sie den Zustand der Ekstase und der Vereinigung mit Gott erreichen möchten. Die Tradition des Qawwali ist mehr als 700 Jahre alt. In den zumeist in Gedichtform verfassten Texten werden nicht nur Gott und die Propheten, sondern auch die jeweiligen Heiligen, an deren Schrein die Qawwalis dargeboten werden, besungen. Klassische Elemente des Qawwali sind mehrstimmiger Gesang, das Klatschen der Hände, Trommeln und Harmonium. Neben den rein religiösen Qawwalis gibt es heute auch Film-Qawwalis und moderne Pop-Qawwalis.
Qilig Arslan
Türkisch: Kilij Arslan („der Löwe“). Qilig Arslan ist erst 16 Jahre alt und Herrscher über das s.g. Rum-Sultanat, als das Frankenheer im Jahr 1096 vor den Mauern Konstantinopels auftaucht. Das Rum-Sultanat ist das Reich, dass sein Vater Süleyman kurz vorher von den Byzantinern erobert hatte (als Erbe des Römischen Reiches nannte Byzanz sich auch Rum = Römer). Das Reich umfasste die gesamte heutige Türkei ohne Konstantinopel und einen schmalen Landstrich darüber hinaus. Süleyman war noch ein Nomadenkönig gewesen, sein Sohn wurde jedoch sesshaft und machte Nicäa zu seiner Hauptstadt – eine griechische Stadt, die nur drei Tagesmärsche von Konstantinopel entfernt lag.
