| Glossar |
Säkularismus
Unter Säkularismus (lateinisch: saeculum) wird die institutionelle und mentale Trennung von Staat und Kirche bzw. religiösen Organisationen verstanden. Der Begriff ist verwandt mit dem Begriff der Säkularisierung, mit dem allgemein jede Form von Verweltlichung gemeint ist. Auf Westeuropa bezogen bezeichnet er die durch den Humanismus und die Aufklärung ausgelösten Prozesse, die mit dem Verweis auf die menschliche Vernunft die früheren engeren Bindungen an die Religion gelöst haben.
Saad Ardash
Saad Ardash (Geb. 1924)
Saad Ardash studierte Theaterkunst in Italien. Nach seiner Rückkehr bemühte er sich um die Erneuerung des ägyptischen Theaters, gründete mehrere Theatergruppen und experimentierte mit neuen Formen des Dramas. Ardash war vom europäischen Avantgarde-Theater inspiriert. In erster Linie war Brecht sein Vorbild, aber auch Pirandello, Sartre und Beckett. Über fast 50 Jahre lehrte er Dramaturgie an der Kairoer Akademie für Theaterkunst, leitete über Generationen mehrere Theatergruppen und inszenierte zahlreiche Stücke für das ägyptische Theater.
Saddam Hussein
Saddam Hussein (1937-2006) war von 1979-2003 Staats- und Regierungschef des Irak, Generalsekretär der irakischen Baath-Partei und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Während seiner Herrschaft errichtete er im Irak ein von Menschenrechtsverletzungen gekennzeichnetes diktatorisches Regime. Durch seinen Angriff auf den Iran veranlasste er den 1. Golfkrieg (1980-88), 1990 löste er durch die Besetzung Kuwaits den 2. Golfkrieg (1991) aus. Mithilfe seines starken Sicherheits- und Militärapparates konnte Hussein seine Herrschaft lange aufrecht erhalten. 2003 wurde sein Regime jedoch durch eine von den USA und Großbritannien durchgeführten Militärintervention gestürzt - mit der Begründung, der Irak strebe nach Massenvernichtungswaffen und unterstütze den Terrorismus. Ende 2003 wurde Saddam Hussein der irakischen Justiz überstellt, von der er zum Tode verurteilt wurde. Im Dezember 2006 wurde er in Bagdad hingerichtet.
Safawiden
Nach der Eroberung Bagdads durch die Mongolen 1258 verlagerte sich der geistige Mittelpunkt der islamischen Welt nach Persien. Hier entfaltete sich ab etwa 1300 eine eigene persische Dynastie, deren Kunst und Kultur beeinflusst war durch buddhistische „Mitbringsel" der Mongolen aus Indien und China. Unter den Safawiden, die ab 1501 das Schiitentum anstelle des Sunnitentums als Staatsreligion etablierten, erlebte diese Kultur neue Höhepunkte.
Saladin
Saladin (arab.: Salah ad-Din = Frömmigkeit in der Religion) gründete die Dynastie der Ayyubiden von Ägypten und Syrien. Zunächst von seinem Onkel Nur ad-Din als Sultan in Ägypten eingesetzt, war er bereit gegen diesen Krieg zu führen, um die Vereinigung der beiden Länder Ägypten und Syrien unter der Herrschaft seines Onkels zu verhindern. Er stellte bereits ein Heer auf, doch bevor es zum Krieg kam, starb Nur ad-Din und Saladin konnte die Macht auch in Syrien ergreifen, da der elfjährige Sohn und Nachfolgers Nur ad-Din politisch nicht agieren konnte. Saladin wurde zu einem Mythos, zu einem gefeierten Helden der muslimischen Welt, da er Jerusalem 1187 von den Kreuzrittern zurück eroberte.
Salah Jahin
Salah Jahin (1930-1986)
Ägyptischer Dichter, Zeichner und Journalist. Er studierte Jura und Kunst und arbeitete in der Presse. Salah Jahin gilt als bekanntester Karikaturist der größten ägyptischen Tagszeitung al-Ahram, wo er von 1962 bis zu seinem Tod arbeitete. Jahin schrieb satirische Gedichte in volkstümlichem Dialekt und wirkte beim Puppentheater.
Saleh al-Farsy
Gründer der ansar-as sunna und wichtiger islamischer Reformer und Theologe in Ostafrika, leitete die Übersetzungen des Koran ins KiSwahili.
Salomon
Salomon, der Sohn Davids, ist der biblische und koranische König, der im Islam auch als Prophet verehrt wird. Nach islamischer Überlieferung war Salomon von Gott zum Herrn über Tiere, bestimmte Vögel und Geister (Dschinne) bestimmt worden. In der Volksliteratur islamisch geprägter Gesellschaften gilt Salomon außerdem als besonders weise. Als Dschinne sich weigerten, sich dem Dienst an Gott zu unterwerfen, ließ er sie in Krüge einsperren, die mit einem bleiernen Siegel verschlossen waren, auf denen der Name Gottes eingraviert war.
Er nahm darüber hinaus einen Wunderring mit ins Grab, der dazu befähigt, über Geister und wilde Tiere zu herrschen.
Salwar Kameez
Der Salwar Kameez (salwar: persisch für „Hose"; kameez: arabisch für „Hemd") ist ein in Südasien weit verbreitetes Kleidungsstück. Er besteht meist aus einer Hose und einem langen Oberteil, das bis über die Knie reicht. In vielen islamisch geprägten Teilen Südasiens hat der Salwar Kameez den meist freizügigeren und bauchfreien Sari verdrängt.
Salzmannschule Schnepfenthal
Salzmannschule Schnepfenthal: im Jahre 1784 eröffnete Christan Gotthilf Salzmann in Schnepfenthal eine Schule, in der neben den verbreiteten Unterrichtsfächern der damaligen Zeit auch Sportunterricht und praktische Arbeit angeboten wurden. Wichtig war für den Schulgründer die Verbindung zwischen Unterricht und Praxis und der Entwicklung neuer didaktischer Methoden. 2001 wurde die zur DDR-Zeiten und nach der Wende bestehende erweiterte Oberschule als Spezialgymnasium für Sprachen neu eröffnet.
Sassaniden
Sassaniden bildeten ursprünglich einen Teil der Nomadenbevölkerung der Parthen, die zwischen 238 v. Chr. und 636 n. Chr. auf dem jetzigen Territorium von Iran und Irak angesiedelt waren. Als die arabischen Armeen den Vorderen Orient eroberten, fanden sie sich dem letzten Sassaniden-Reich gegenüber, deren Herrschaft sie mühelos beseitigten.
Schafiiten
Die Schafiiten bilden neben den Hanafiten, Malikiten und Hanbaliten eine der vier sunnitischen Rechtsschulen im Islam. In der Vergangenheit waren die Rechtsschulen für die Tradierung und Ausgestaltung des islamischen Rechts verantwortlich. Die schafiitische Rechtsschule leitet sich aus der Lehre ihres Begründers Al-Schafi ab (gest. 820). Sie ist v.a. im Jemen, am Horn von Afrika und in Südostasien verbreitet.
Schah
Schah = Scheich
Wörtlich bedeutet Scheich „alt" im Gegensatz zu „jung". Das Wort wird im religiösen Kontext im Sinne von Gelehrter und Lehrer verwendet. In sozialen Kontexten weist das Wort auf eine Person hin, die einen Stamm oder ein Dorf führt. Einen Scheich erkennt man an seinem Wissen und seiner Weisheit.
Schahada
abgeleitet von dem Verb „schahada“ („bezeugen“). Die Schahada ist das Glaubensbekenntnis der Muslime. Es besteht aus zwei Teilen: "Ich bezeuge: Es gibt keinen Gott außer Allah“ und „Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist." Die Schiiten fügen meistens noch hinzu: „Und Ali ist der Freund Gottes“. Manche Sufis sagen stattdessen: „Es gibt nur den Einen“. Die Schahada gilt als erste der fünf „Säulen“ des Islam.
Scharia
Scharia (arab.) „Gesetz", ursprünglich „Tränke" oder "gebahnter Pfad, der zur Tränke führt"; sie umfasst im Verständnis der Muslime alle Willensäußerungen Gottes, die das Verhältnis des Menschen zu Gott und zu den Mitmenschen regeln. Willensäußerungen Gottes sind im Koran und der Sunna (den Reden und Handeln des Proheten Mohammeds) zu finden. Reichen diese bei neu auftretenden Fragen und Problemen als rechtliche Grundlage nicht aus, so können Rechtsgelehrte folgende zwei Methoden der Rechtsfindung anwenden: erstens den Konsens (idschma) aller Rechtsgelehrten (ulema) einfordern, was in der heutigen Zeit kaum noch möglich ist; zweitens der Analogieschluss (qiyas), d.h. die Übertragung einer Regel aus dem Koran oder der Sunna auf einen neuen Sachverhalt. Somit ist die Scharia kein ausformuliertes Gesetzbuch, sondern lebendige Methode der permanenten Interpretation und Erweiterung. Darüber hinaus haben sich 5 Rechtsschulen herausgeschält, die jeweils abweichende Interpretationstraditionen pflegen.
Scheich
Wörtlich bedeutet Scheich „alt" im Gegensatz zu „jung". Das Wort wird im religiösen Kontext im Sinne von Gelehrter und Lehrer verwendet. In sozialen Kontexten weist das Wort auf eine Person hin, die einen Stamm oder ein Dorf führt. Einen Scheich erkennt man an seinem Wissen und seiner Weisheit.
Schia
Schia (arab.) „Partei"; bezeichnete ursprünglich die Anhängerschaft des vierten islamischen Kalifen Ali Ibn Abi Talib (656-61). Nach dessen Tod wollten seine Anhänger die Kalifatsnachfolge ausschließlich auf dessen Nachkommen übertragen sehen. Im Streit um die Kalifatsnachfolge kam es zur Spaltung des Islam in Schiiten und Sunniten. Noch heute repräsentiert die Schia neben den Sunniten eine der beiden zentralen Strömungen im Islam. Im Laufe der Jahrhunderte zerfiel die Schia allerdings in zahlreiche religiöse und politische Splittergruppen. Die Zentren des schiitischen Islam liegen im heutigen Iran und Irak.
Schiiten
Schia (arab.) „Partei"; bezeichnete ursprünglich die Anhängerschaft des vierten islamischen Kalifen Ali Ibn Abi Talib (656-61). Nach dessen Tod wollten seine Anhänger die Kalifatsnachfolge ausschließlich auf dessen Nachkommen übertragen sehen. Im Streit um die Kalifatsnachfolge kam es zur Spaltung des Islam in Schiiten und Sunniten. Noch heute repräsentiert die Schia neben den Sunniten eine der beiden zentralen Strömungen im Islam. Im Laufe der Jahrhunderte zerfiel die Schia allerdings in zahlreiche religiöse und politische Splittergruppen. Die Zentren des schiitischen Islam liegen im heutigen Iran und Irak.
Seldschuken
Seldschuken (türkisch: Selçuklular) waren eine türkische Fürstendynastie. Sie gründeten das Reich der Großseldschuken, das sich zwischen 1040 und 1194 über den Iran, Irak, Syrien, Anatolien und über Teile der arabischen Halbinsel erstreckte. Die Seldschuken waren sunnitische Muslime und leiteten mit der Schlacht von Manzikert im Jahr 1071 die türkische Landnahme Anatoliens ein. Ihre Eroberung Jerusalems war der Auslöser für den ersten Kreuzzug (1098).
Serail
Der Serail (Türkisch: sarây = Palast, großes Haus, Regierungssitz) war einst die Residenz eines türkischen Herrschers. In der osmanischen Zeit wurde Serail mit dem weitläufigen Palast des Sultans in Istanbul gleichgesetzt.
Sezai Karako�
Sezai Karakoç (geboren 1933) ist ein zeitgenössischer türkischer Dichter, der in seinen Werken moderne Literatur mit islamischen Überzeugungen verbindet.
Shabana Azmi
Azmi ist engagiert in der indischen Frauenbewegung und nimmt auch immer wieder Rollen in anspruchsvollen Produktionen an, die sich kritisch mit der Rolle der Frau in Indien auseinandersetzen. Zuletzt verursachte sie - in den Augen indischer Islamisten - einen Skandal, als sie sich für den Film Water der indo-kanadischen Regisseurin Deepa Mehta eine Glatze schneiden ließ. Der Film handelt von der schlechten Behandlung von Witwen in der indischen Gesellschaft.
Shalwar kameez
Der shalwar kameez (auch: salwar kameez oder shalwar qamiz) besteht aus einem langen, Tunika-ähnlichen Oberteil (kameez ist das persische Wort für Hemd) und Hosen, die oben weiter, unten länger geschnitten sind. In Farbe und Schmuck der Kleidung gibt es viele regionale Unterschiede. Auch Männer tragen diese Kleidung, häufig nennt man sie bei Männern pyjama kurta (auch pajama kurta).
Shehnai
Ein Blasinstrument der klassischen indischen Musik, ähnlich einer Schalmai. Die shehnai wird häufig auf Hochzeiten gespielt.
Shibli Nomani
Shibli Nomani war ein berühmter muslimischer Gelehrter des 19. bzw. 20. Jh in Südasien. Er gründete eine Schule in Azamgarh (shibli college), deren Ziel die Erneuerung des islamischen Wissens war.
Sikh
Die Sikhs sind eine Religionsgemeinschaft, die vor allem im indischen Bundesstaat Punjab beheimatet ist. Sie entstand im 15. Jahrhundert durch die Lehren von Guru Nanak. Gurus sind die religiösen Lehrer und Vorbilder. Sikhs glauben an die Einheit der Schöpfung und lehnen das Kastenwesen der Hindus ab. In Indien gab es immer wieder Unruhen zwischen Sikhs und Hindus; die indische Premierministerin Indira Gandhi wurde bspw. von ihren Sikh-Leibwächtern ermordet. Seit 2004 ist mit Manmohan Singh (geb. 1932) erstmals ein Sikh Premierminister Indiens.
Sozialrealistische Romane
Die nach den 1950er Jahren in der Türkei entstandenen sozialrealistischen Romane wurden zumeist von den Absolventen der in den 1940er Jahren gegründeten Dorfinstitute geschrie-ben. Viele der Romane handeln von den Anstrengungen idealistischer Lehrer, das Dorf entge-gen den bestehenden Machtverhältnissen zu modernisieren. Als eine Hauptursache für die Rückständigkeit der ländlichen Gebiete galten religiöse Persönlichkeiten, die den Aberglau-ben beförderten und die bestehenden Verhältnisse gemeinsam mit den Grundbesitzern auf-recht erhielten.
Sufismus
Sufismus bezeichnet die islamische Mystik. Der Name Sufi leitet sich wahrscheinlich von den Gewändern aus Wolle (arabisch: suf) ab, die von den Mystikern getragen wurden. Auf dem Indischen Subkontinent trug der Sufismus zur Verbreitung des Islam bei. Die Todestage der zahlreichen Heiligen werden auch heute noch in Indien und Pakistan mit großen Festen gefeiert.
Sultan
Sultan bedeutet im Arabischen soviel wie Macht oder Machthaber, der in einem so genannten Sultanat – seinem Reich - herrscht. Er ist Führer einer islamischen Teilgemeinde, während ein Kalif für alle Muslime und Musliminnen verantwortlich ist. Ein Sultan ist deshalb dem Kalifen untergeordnet, der Stellvertreter und Nachfolger des Propheten Mohammed ist. In der Geschichte besaßen jedoch die Sultane in Realität meist die größere Macht, während sie den Kalifen zur Legitimierung ihrer Macht benutzten. Am bekanntesten sind die osmanischen Sultane, wobei es sie auch in anderen Ländern wie dem Jemen oder Afghanistan gab.
Sunna
Sunna (arab.) „Brauch"; die Tradition, die auf dem Koran und der mündlichen Überlieferung über die Taten und Worte des Propheten Mohammed beruht.
Sunniten
Sunniten bilden neben den Schiiten eine der beiden größten Strömungen innerhalb des Islam – etwa 85 Prozent der Muslime weltweit verstehen sich als Sunniten. Die Bezeichnung „Sunniten“ ist vom arabischen Wort „sunna“ (Gewohnheit, Brauch) abgeleitet, womit im Islam die Überlieferungen über die Gewohnheiten und Handlungen des Propheten Mohammed bezeichnet werden. Nach diesen und nach dem Koran richten Sunniten ihr Handeln aus. Im Gegensatz zu den Schiiten erkennen Sunniten auch jene Nachfolger des Propheten Mohammed als dessen rechtmäßige religiöse Nachfolger an, die nicht zu seinen Nachkommen zählen. Weitere Unterschiede zwischen Sunniten und Schiiten bestehen in der Auslegung des Korans und in der Rechtssprechung.
Suq al-Hamidiya
Suq al-Hamidiya: ist eine überdachte Basarstraße, die als die größte in Damaskus gilt. Der heutige Basar wurde als Ersatz für den früheren griechisch-orthodoxen Markt erbaut während der Zeit des osmanischen Gouverneurs Bascha der Große. Unter Sultan `Abdulhamid wurde der Bau des Basares vollendet und trägt seit dieser Zeit seinen Namen al-Hamidiya (abgeleitet vom Namen des Sultans). Das Dach des Basares war ursprünglich aus Holz, am Ende des 19. Jahrhunderts wurde es aber durch ein Eisendach ersetzt als Schutz vor Feuer. Der Suq al-Hamidiya fiel zwei Bränden zum Opfer, einer davon 1920, wobei Teile des Basares mehrere Tage brannten und fast alles vernichtet wurde. Der Brand hinterließ tausende kleine Löcher in der Decke.
Sure
Sure (arab.) „Abschnitt"; ist ein Kapitel des Korans. Als im Prozess der Kanonisierung die Botschaften Mohammeds gesammelt wurden, wurden sie der Länge nach geordnet. Dabei wurden manche Abschnitte, die inhaltlich zusammengehörten zusammengefügt. So entstanden die Suren, 112 Kapitel insgesamt. Zusammen bilden sie den Text des Korans.
Sure 2, 173
173 Verboten hat er such nur Fleisch von verendeten Tieren (w. Verendetes), Blut, Schweinefleisch, und Fleisch von verendeten Tieren (w. etwas), worüber (beim Schlachten) ein anderes Wesen als Gott angerufen worden ist. Aber wenn einer sich in einer Zwangslage befindet, ohne (von sich aus etwas Verbotenes) begehren oder eine Übertretung zu begehen, trifft ihn keine Schuld. Gott ist barmherzig und bereit zu vergeben.
(nach der Übersetzung von Rudi Paret)
Sure 2, 261-262
261 Diejenigen, die ihr Vermögen um Gottes willen spenden, sind einem Saatkorn zu vergleichen, das sieben Ähren (aus sich ) wachsen lässt, mit hundert Körnern in jeder Ähre. Gott vervielfacht (den himmlischen Lohn), wem er will. Und Gott umfasst (alles) und weiß Bescheid. 262 Denjenigen, die ihr Vermögen um Gottes willen spenden und dann nicht hinterher auf ihr Verdienst pochen oder (denen, für die sie gespendet haben?) Ungemach zufügen, steht bei ihrem Herrn ihr Lohn zu, und sie brauchen (wegen des Gerichts) keine Angst zu haben, und sie werden (nach der Abrechnung am jüngsten Tag) nicht traurig sein.
(nach der Übersetzung von Rudi Paret)
Sure 2, 275-278
275 Diejenigen, die Zins nehmen (w. Verzehren), werden (dereinst) nicht anders dastehen als wie einer, der vom Satan erfasst und geschlagen ist (so dass er sich nicht mehr aufrecht halten kann). Dies (wird ihre Strafe) dafür (sein), dass sie sagen: 'Kaufgeschäft und Zinsleihe sind ein und dasselbe.' Aber Gott hat (nun einmal) das Kaufgeschäft erlaubt und die Zinsleihe verboten. Und wenn zu einem eine Ermahnung von seinem Herrn kommt (wie z.B. die, das Zinsnehmen zu unterlassen) und er dann aufhört (zu tun, was ihm verboten wurde), so sei ihm (belassen), was bereits geschehen ist! Und die (letzte) Entscheidung über ihn steht bei Gott. Diejenigen aber, die es (künftig) wieder tun, werden Insassen des Höllenfeuers sein und (ewig) darin weilen. 276 Gott lässt den Zins (des Wucherers) dahinschwinden, aber er verzinst die Almosen (mit himmlischem Lohn). Gott liebt keinen, der gänzlich ungläubig und ein Sünder ist. 277 Denen, die glauben und tun, was recht ist, das Gebet verrichten und die Almosensteuer geben, steht bei ihrem Herrn ihr Lohn zu, und sie brauchen (wegen des Gerichts) keine Angst zu haben, und sie werden (nach der Abrechnung am jüngsten Tag) nicht traurig sein. 278 Ihr Gläubigen! Fürchtet Gott! Und lasst künftig das Zinsnehmen bleiben, wenn (anders) ihr gläubig seid!
(nach der Übersetzung von Rudi Paret)
