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Ulema
Ulema (arab.); „die Gelehrten"; bezeichnet den Stand der muslimischen Rechts- und Religionsgelehrten. Sie sind nicht nur befugt, die islamische Rechtswissenschaft theoretisch zu vervollkommnen, sondern auch als Richter (Qadi) und Rechtsgutachter (Mufti) die Rechtspflege in der islamischen Welt maßgeblich zu bestimmen.
Umayyaden
Die Umayyaden (auch Umajjaden, Omayyaden, Omajjaden, Omaijaden, Omajaden) bildeten die erste Dynastie, die auf die s.g. rechtgeleiteten Kalifen folgte. Ihre Regierungszeit erstreckte sich von 661 bis 750 n. Chr. Nach ihrer Vertreibung aus Vorderasien durch die Mongolen gründeten sie 756 das Emirat von Cordoba. Die Gründung der Dynastie erfolgte durch Muawiya Ibn Abu Sufyan. Der zweite Kalif dieser Dynastie, Abd al-Malik, Erbauer des Felsendoms in Jerusalem, ersetzte als Amtssprache Griechisch durch Arabisch und trug auch auf diese Weise maßgeblich zu einer Vereinheitlichung seines Herrschaftsbereiches bei. Während seiner Amtszeit wurde das ganze öffentliche Leben - von der Währung über das geltende Gewohnheitsrecht bis zur Kunst - islamisiert.
Umayyaden
Umayyaden sind eine Dynastie von Kalifen, die von 661 bis 750 Oberhaupt für die sunnitischen Muslime waren und nicht unmittelbar mit dem Propheten verwandt oder Wegbegleiter dessen waren. Der erste Umayyaden-Kalif war Muawiya I, der zunächst Statthalter in Syrien war. Unter den Umayyaden wurde Damaskus zur Hauptstadt des expandierenden arabischen Reiches. Nach der Ermordung Alis und der Ausrufung Muawiyas I zum Kalifen spaltete sich die muslimische Gemeinde in Sunniten und Shiiten.
Umma
Umma ist die religiöse Gemeinschaft aller Muslime. Das Wort taucht häufig im Koran auf und bezeichnet die Gemeinde der Gläubigen, deren Zentrum der Prophet Muhammad war. Die Bezeichnung Umma bezieht sich im islamischen Kontext automatisch auf ihr Gegenkonzept, nämlich die Gemeinde der Ungläubigen. Der Begriff Umma wird immer wieder mit anderen Konzepten und Ausdrücken kombiniert. Manchmal ist Umma die Partei Gottes, manchmal die Gruppe der Gläubigen.
Unabhängigkeitskampf
Von 1954 bis 1962 führte die algerische Unabhängigkeitsbewegung einen Unabhängigkeitskampf gegen Frankreich, unter dessen Kolonialherrschaft das Land seit 1830 stand. Wichtigster Akteur auf algerischer Seite waren die FLN (Front de Libération Nationale, franz.: Nationale Befreiungsfront) und ihr militärischer Arm ALN (Armée de Libération Nationale, franz.: Nationale Befreiungsarmee). Der Kampf wurde von beiden Seiten äußerst brutal geführt und forderte mehrere Hunderttausend Opfer. Am 5. Juli 1962 endete er mit der Unabhängigkeit Algeriens.
Unabhaengigkeitskampf der Bengalen
In den Jahren vor 1971 führten die Bengalen einen Unabhängigkeitskampf gegen Pakistan.
Hintergrund: Bis 1947 gehörte Bengalen zu Britisch-Indien. Im Zuge der Unabhängigkeit von Großbritannien wurde der indische Subkontinent in ein mehrheitlich hinduistisches Indien und ein mehrheitlich muslimisches Pakistan geteilt. Westbengalen wurde dabei Indien, Ostbengalen als Ostpakistan Pakistan zugeschlagen. Ost- und Westpakistan waren jedoch durch mehr als 1600 km indisches Staatsgebiet voneinander getrennt. Neben dieser räumlichen Distanz führten in den folgenden Jahren auch kulturelle, sprachliche und besonders wirtschaftliche Differenzen zu wachsenden Spannungen zwischen den beiden Landesteilen. Als die pakistanische Zentralregierung die bengalischen Autonomieforderungen der von Mudschib ur-Rahman geführten Awami-Liga nicht anerkannte, sagte sich Ostpakistan von Pakistan los und verkündete am 26. März 1971 die Staatsgründung Bangladeschs.
Urdu
Urdu ist die Amtssprache in Pakistan und eine der 23 offiziellen Regionalsprachen Indiens, die hauptsächlich in den Bundesstaaten im Nordosten des Landes gesprochen wird. Urdu ist eng mit dem Hindi verwandt, wird jedoch in arabischer Schrift geschrieben. Da Urdu sich ab dem 13. Jahrhundert an den islamischen Fürstenhöfen entwickelte, ist enthält es viele Wörter aus dem Persischen, Arabischen und auch dem Türkischen.
