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Abu-l-Hassan Ali Nadwi
Abu-l-Hassan Ali Nadwi ist einer der berühmtesten muslimischen Gelehrten des 20. Jahrhundertes in Südasien. Ab 1934 fing er an der Nadwatu-l-Ulama in Lucknow zu unterrichten an und stieg in den Funktionen auf, bis er für Jahrzehnte Leiter und Vorsitzender der Nawda wurde. Berühmt ist er neben seiner wissenschaftlichen Karriere für seine politischen Entscheidungen - u. a. war er gegen die Teilung Indiens.
Abu al-ala al-Mawdudi
Sunnitischer pakistanischer Journalist, Theologe, politischer Philosoph und einer der einflussreichsten islamistischen Denker des 21. Jhd., stark beeinflusst von Sayyid Qutb und den Muslimbrüdern, Gründer der jamaat al-islamiyya in Pakistan.
Abu Bakr Gumi
Gründer der Yan Izala in Nigeria.
Abu Musab al-Zarqawi
Abu Musab al-Zarqawi, born in Jordan, was considered the leader of al-Qaida in Iraq until his death by an American air strike in 2006. Apart from countless attacks against the US led coalition group, al-Zarqawi was responsible for the murder of several foreign hostages as well as the inflammation of civil war in Iraq. As a follower of a radical form of Sunni Islam, he also called for attacks against Shiite targets. Before his time in Iraq, al-Zarqawi fought in the civil war in Afghanistan and led a military training camp there until the invasion of American troops.
Aga-Khan-Foundation
Aga-Khan-Foundation (engl.) „Aga-Khan-Stiftung". Eine der größten Entwicklungs- und Hilfsorganisationen der muslimischen Welt; Partner des Auswärtigen Amtes in Berlin. Eines ihrer gemeinsamen Projekte umfasste die Umwandlung einer Müllhalde in der Nähe der Kairoer Altstadt in den Al-Azhar Park.
Ahli-Hadith
Diese islamische Reformbewegung entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Nordindien aus der Tariqa Muhammadiyya. Sie ist für ihren puristischen Glauben bekannt.
Ahmaddiyya
Die Ahmadiyya hat ihren Ursprung in Pakistan, wo im 19. Jh. die islamische Reformbewegung als Antwort auf die britische Kolonialverwaltung entstand. Sie orientiert sich stark an der Jesus-Figur im Koran und beruft sich auf eine Stelle im Koran, in welcher der Gründer der Bewegung, Ahmad, bereits vorhergesagt wurde. Da die islamische Tradition Muhammed als den letzten der Propheten betrachtet, nach dem Gott keinen mehr schicken wird, wird diese Koranauslegung als Blasphemie betrachtet. Heute ist die Ahmaddiyya eine stark missionierende Gruppe, die innerhalb des sunnitischen Mainstreams als nicht dazu gehörig gilt. Die afrikanische Ahmadiyya orientiert sich stark an ihrer pakistanischen Schwesterorganisation.
Ahmet Günbay Yıldız
Der türkische Schriftsteller und Poet Ahmet Günbay Yıldız wurde 1941 geboren. Er schrieb bis heute etwa zwei Dutzend Romane, die in der Türkei eine große Leserschaft fanden. Zwei seiner bekanntesten Werke sind Cicekler Susayınca („Wenn Blumen durstig werden") und Aska Uyanmak („Wach auf für die Liebe").
Aishwarya Rai
Aishwarya Rai (geb. 1973) ist ein Ex-Model und ehemalige Miss World (1994). Seit 1997 ist sie auch als Schauspielerin tätig. 2007 heiratete sie Abhishek Bachchan und ist somit Schwiegertochter des Superstars Amitabh Bachchan.
Aksum-Reich
Die Gründung von Aksum lässt sich nicht sicher datieren. Die ältesten archäologischen Funde stammen aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert. Die Kernregion des Reiches umfasste das Hochland von Eritrea und Tigray sowie die vorgelagerte eritreische Küste. Auf dem Gipfel seiner Macht erstreckte sich das Reich jedoch im Norden bis Meroe im heutigen Sudan, im Süden bis Assab und im Westen über das Rote Meer hinaus bis in den Jemen. Das Aksumreich war ein typisches Handelsreich, das in reger Interaktion mit Persien, Griechenland, Rom, Indien und Ceylon stand. Im dritten und vierten Jahrhundert n. Chr. war das Aksumreich das drittgrößte Reich der Welt. Der Niedergang von Aksum wurde durch die Expansion des Islams eingeleitet. Als ab Mitte des siebten Jahrhunderts das Rote Meer unter muslimische Kontrolle geriet, verloren die Aksumiten ihren Meereszugang infolgedessen ein langsamer Machtverlust einsetzte. Um die Jahrtausendwende war der wirtschaftliche und politische Niedergang des aksumitischen Reiches nicht mehr aufzuhalten, und es folgte eine Zersplitterung des Reiches in kleinere Fürstentümern.
Al-Bakri
Al-Bakri war ein andalusischer Geograph des 11. Jhd.. Er schrieb zahlreiche Werke zur Geographie der islamischen Welt, insbesondere Afrikas. Bemerkenswert bei diesem Geographen ist, dass er Länder und Orte beschreibt, in denen er nie war. Unter Historikern und Geographen ist Al-Bakri für seine Objektivität bekannt.
al-Bukhari
Muhammad ibn Ismail al-Bukhari (810-870) was an Islamic scholar, who became renowned primarily for his collection of hadith, which is one of the six most important hadith collections in the Sunni tradition. Hadith are the oral traditions of the prophet handed down about events that occurred during his lifetime, or rather, sayings that his followers shared. The written record of the actions and sayings of the Prophet Muhammad were particularly important for the traditional form of Koran commentary. Each of these records had to be legitimized from those who relayed them by information that was as complete as possible. The chain of narrators (isnad, literally âsupportsâ) composed an essential unit based on the actual information. With all of the statements of traditions connected with the Koran, it came down to being able to track the chain of narrators back to as close as possible to the Prophet, his family and companions (sahaba). Bukhariâs collection of hadith have been in part completely and in part only partially transferred into various European languages, among them English, German and French.
Al-Madina al-Munawwira
Al-Madina al-Munawwira heißt auf deutsch „die leuchtende Stadt". Gemeint ist die Stadt Medina im heutigen Saudi-Arabien, auch als „Stadt des Propheten" (Madinat an-Nabi) bekannt. Ihr vorislamischer Name ist Yathrib.
Al-Qaida
Al-Qaida (arab.) „Die Basis". Ein loses Netzwerk radikal-militanter Gruppen, das über keine festen Strukturen verfügt. Ihr Ursprung ist in der sowjetischen Besetzung Afghanistans (1979-89) zu suchen. Seit Anfang der 1980er Jahren hatten radikale Denker, darunter der Unternehmer Osama Bin Laden und der Theologe Azzam, von Pakistan aus versucht, für finanzielle und personelle Unterstützung für den Kampf der Mudschaheddin gegen die sowjetische Besetzung Afghanistans zu werben. Neben der Unterstützung aus islamischen Ländern erhielten sie dabei auch die Hilfe des pakistanischen Geheimdienst ISI und der USA. Azzam entwickelte die Theorie der "Verteidigung der muslimischen Territorien als persönliche Pflicht des Muslim", die heute als die Ideologie islamisch-radikaler Gruppen gilt und den „Notstand" legitimiert.
al-Tabari
Muhammad ibn Dscharir al-Tabari (838-923) ist vermutlich der populärste Koranexeget der islamischen Welt. Sein dreißigbändiges Werk, der tafsir al-tabari, gilt als der erste umfassende Korankommentar überhaupt. Die darin enthaltenen Auslegungen dienten zahlreichen islamischen Rechtsgelehrten als Grundlage für ihre eigenen Kommentare der Heiligen Schrift.
Alawiten
Die Alawiten sind eine vor allem in Westsyrien und im Südosten der Türkei verbreitete schiitische Abspaltung. Die Glaubensrichtung wurde im 9. Jh. im Irak von Muhammad ibn Nusair an-Namiri begründet. Die Alawiten folgen einer mythischen Lehre von der Entstehung der Welt und glauben an den göttlichen Charakter von Ali ibn Abi Talib (erster Imam der Schiiten und Vetter und Schwiegersohn des Propheten Muhammad). Im Laufe der Geschichte gab es verschiedene alawitische Dynastien in Nordafrika, Jemen, Mekka, Nordiran und Andalusien. In Syrien sind seit 1966 alawitische Offiziere der Baath-Partei an der Macht, zu denen auch der amtierende Präsident Bashar al-Assad gehört.
Aleppo
Die nordsyrische Stadt Aleppo (arab.: haleb) ist mit knapp zwei Mio. Einwohnern nach Damaskus die zweitgrößte Metropole Syriens. Aleppo gehört zu den ältesten und bedeutendsten Städten des Nahen Ostens, seine Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe. Bedingt durch ihre geopolitische Lage war die Stadt im Laufe der Geschichte immer wieder wichtiger Handels- und Vermittlungspunkt zwischen den angrenzenden Reichen. Bis heute ist Aleppo Zentrum der Textilindustrie Syriens. Ob Aleppo tatsächlich, wie immer wieder behauptet, zu den ältesten durchgängig besiedelten Städten der Welt gehört, ist schwer nachzuweisen, da die moderne Überbauung kaum Möglichkeiten für archäologische Untersuchungen bietet.
Aleviten
Aleviten stellen in der Türkei eine religiöse und kulturelle Minderheit, die sich seit dem 13. Jh. in Anatolien aus der Schia entwickelte. Für ihre Entwicklung spielte der Sufi-Heilige und mystische Führer Haci Bektash Veli eine wichtige Rolle. Die Aleviten sehen sich als direkte Nachfahren von Ali, dem Cousin und Schwiegersohn des Propheten Mohammeds. Der Martyrertod von Ali und seinen beiden Söhnen spielt im religiösen Erleben eine wichtige Rolle. Im Glauben und Ritual unterscheiden sich die Aleviten grundlegend von sowohl Schiiten als auch Sunniten: sie halten sich weder an den Ramadan, noch an das tägliche Gebet oder unternehmen die Pilgerfahrt nach Mekka. Zudem erkennen sie die Autorität der Scharia nicht an. Aleviten wurden im Osmanischen Reich heftig verfolgt, auch in der modernen türkischen Republik haben sie keinen anerkannten religiösen Status. Die in Deutschland ansässige Gemeinschaft führt seit zehn Jahren Diskussionen, ob sie wirklich zum Islam gehören oder aber eine gänzlich andere Religion vertreten will.
Alfred Farag
Alfred Farag (1929 - 2005) studierte Literatur, arbeitete als Englischlehrer, dann als Journalist. Er spezialisierte sich auf die Kunstkritik und vor allem auf Theaterkritik. Zudem schrieb er seit 1956 zahlreiche Theaterstücke. Farag wurde zwischen 1959 und 1963 als linker Intellektueller in Ägypten politisch inhaftiert. Wie andere Intellektuelle bekam er 1973 unter der Regierung Sadats ein Schreibverbot und wurde aus dem öffentlichen Leben verbannt. Er ging ins freiwillige Exil, lebte und arbeitete in Algerien (1973-1978), dann in Großbritannien, wo er bis 1986 lebte. Farag war von der europäischen Kunst und Literatur fasziniert, griff aber leidenschaftlich auf die arabische literarische Tradition zurück und verfasste vor allem moderne Dramen, die von der Tradition inspiriert sind.
Ali Ben Abi Talib
Ali Ben Abi Talib (603-661) („Ali, Sohn von Abu Talib") war ein Cousin des Propheten Mohammad. Er heiratete dessen Lieblingstochter Fatima, und nach dem Tod des Propheten hatte er als vierter in der Reihe das Amt des Kalifen inne (s. Die rechtgeleiteten Kalifen). Er gilt den Muslimen als Heiliger (Wali Alla oder „Freund Gottes"), als Krieger und als Imam. Man sagt ihm nach, dass er in der Kriegsführung keine glückliche Hand hatte. So erlitt er mehrere große Niederlagen gegen Gruppen muslimischer Aufständischer, die die Macht an sich reißen wollten. Die Niederlage bei Kerbela (Irak), wobei auch seine Frau und seine kleinen Söhne Hassan und Hussein getötet wurden, hat sich tief im kollektiven Gedächtnis der Schiiten verankert. Das Wort „Schiiten" ist von Schiat Ali abgeleitet, der „Partei Alis´". Nach Alis Tod - er wurde in der Moschee ermordet - gründeten seine Anhänger eine eigene Richtung im Islam: die Schia. Sein Grab, ein wichtiger Pilgerort, steht in Kufa/Irak.
Allameh Tabatabai
Allameh Tabatabai (1892-1981) ist einer der bedeutendsten schiitischen Theologen des 20. Jahrhunderts. Sein Kommentar des Koran, der tafsir al-mizan, umfasst insgesamt 20 Bände und ist für den schiitischen Islam der Gegenwart von großer Bedeutung.
Almohaden
Wie die Almoraviden ging die Dynastie der Almohaden (arab. Al Muwahhidun, „die sich zur Einheit Gottes Bekennenden") aus einer streng orthodoxen religiösen Reformbewegung hervor. Als ihr Gründer gilt Ibn Tumart (1077-1128), der die Berberstämme Marokkos zum Aufstand gegen die Almoraviden organisierte. Sein Nachfolger Abd Al Mumin (1130-1163) eroberte Nordwestafrika sowie das arabische Spanien. Anfang des 13. Jahrhunderts ging den Almohaden die Herrschaft über Spanien verloren, 1269 wurden sie auch in Marokko gestürzt.
Almoraviden
Die Almoraviden (arab. Al Murabitun, „die Grenzkämpfer") bildeten Mitte des 11. Jh. eine streng orthodoxe Glaubensbewegung. Ihr Ursprung ist in dem berberischen Stamm der Senhadscha zu finden. Almoraviden herrschten über Nordafrika und Spanien, bis sie 1147 von den Almohaden gestürzt wurden.
amal
Arabischer Begriff für "die Arbeit"; "das was man tut"; "gute Werke"; "Gebete, die man freiwillig auf sich genommen hat".
American University of Beirut
The American University of Beirut is one of the most prestigious universities in the Middle East. It was first established in 1862 by protestant missionaries and is affiliated with New York University. Students from different places in the region come here to study. Education is expensive but a system of scholarships exists for the best students.
Amitabh Bachchan
Amitabh Bachchan (geb. 1942), auch genannt Big B („Großes B"), gilt als wichtigster indischer Superstar seit den 1970ern. Anfang der 1980er verließ er kurzzeitig die Filmindustrie, um eine politische Karriere zu starten, kehrte dann aber auf die Leinwand zurück. An seine früheren Erfolge konnte er erst seit 2000 wieder anknüpfen, als er im Fernsehen die Show Kaun Banega Crorepati („Wer wird Millionär") übernahm.
Annemarie Schimmel
Annemarie Schimmel (1922-2003) war eine der letzten großen deutschen Orientalisten und galt zeitlebens als eine der wenigen Frauen, die sich in der arabischen, türkischen, persischen und indischen Literatur auskannte. Von 1961 bis 1967 lehrte sie an der Universität Bonn, anschließend in Harvard, wo sie bis zu ihrem Ruhestand blieb. Ihre große Liebe galt der islamischen Mystik, über die sie zahlreiche Bücher verfasste und deren Texte sie aus dem Türkischen ins Persische, aus dem Persischen ins Arabische, aus dem Arabischen ins Urdu übertrug. Dafür wurde sie in der gesamten islamischen Welt bewundert, ja sogar verehrt. Muslime sagen bis heute, „Annemarie Schimmel hat uns unsere Seele zurück gegeben". In ihrem Heimatland Deutschland galt sie jedoch als naiv und romantisch, weil sie apolitisch war, keine kritische Distanz zur islamischen Revolution in Iran forderte und einmal einem Freund bekannte, die Fatwa gegen Salman Rushdie verstehen zu können. Als sie 1995 der deutsche Buchhandel mit dem Friedenspreis ehren wollte, wurde Annemarie Schimmel vorübergehend zum Medienskandal.
Ansar As-Sunna
„Verteidiger der Sunna", ost-afrikanische islamische Reformbewegung
Anwar as-Sadat
Mohammad Anwar as-Sadat was the Egyptian president from 1970 to 1981. He was the first Arabic head of state that mediated a peace agreement with Israel. This led to a return of the Sinai Peninsula that was occupied by Israel, but at the same time also led to the temporary isolation of Egypt within the Arab world. Together with Israelâs Prime Minister Menachem Begin, Sadat received the Nobel Peace Prize. Domestically, he continually remained controversial, especially due to his violent actions against opposing movements. In October of 1981, Anwar as-Sadat fell victim to assassination.
Arabesk-Musik
Die Geschichte der Arabesk-Musik in der Türkei beginnt mit der Binnenmigration vom Land in die Stadt in den frühen 1960er Jahren. Sie ist ein Begleitphänomen der Urbanisierung. Arabesk wird hauptsächlich in Verbindung mit Musik, aber auch Filmen, Romanen und Fotoromanen verwendet. Die Arabesk-Musik verbindet westliche und orientalische Instrumente mit arabischen Rhythmen. Diese synkretische Musikform nutzt Instrumente und Beats der traditionellen türkischen Volksmusik. Die Ausstrahlung von Arabesk-Musik im Fernsehen war bis Anfang der 1980er Jahre verboten. Die konservativ-populistische Regierung Turgut Özals hob das Verbot Mitte der 1980er Jahre auf. Charakteristisch für die Arabesk-Musik sind durch Fatalismus, Sentimentalität und Pessimismus geprägte Texte und Rhythmen. Früher gaben die Texte einer irrationalen und pessimistischen Reaktion von Menschen vom Land auf den urbanen Kapitalismus Ausdruck. Heute stehen andere Themen im Mittelpunkt. Statt dem pessimistischen Lebensgefühl in der Stadt Ausdruck zu geben, loben die Texte die Schönheit und Idylle eines früheren Lebens. Sie rufen zur Rückkehr zu den Ursprüngen auf. Die soziologische Dimension der Arabesk-Musik in der Türkei ist Gegenstand umfassender wissenschaftlicher Untersuchungen. Auch Islamic Force verwendete als Samler alte populäre türkische Melodien von Baris Manço, Zülfü Livaneli und Sezen Aksu.
Atatürk
Mustafa Kemal (1881-1938), der spätere Atatürk („Vater der Türken"), kam 1881 in der griechischen Vielvölkerstadt Tessaloniki zur Welt. Er durchlief eine Karriere im osmanischen Militär und verteidigte während des ersten Weltkrieges bei Gallipoli die Dardanellen gegen die alliierten Streitmächte, was ihm den Beinamen „Retter von Istanbul" einbrachte. Nach Beendung des Weltkriegs wurde die Türkei jedoch von den alliierten Mächten besetzt. Mustafa Kemal formierte daraufhin die „nationale Befreiungsarmee" und vertrieb 1922 schließlich alle fremden Besatzer. 1923 übernahm er die Neuorganisation des auseinander gefallenen Osmanischen Reiches, verordnete der türkischen Gesellschaft weitgehende Reformen und zwang ihre Bürger, sich äußerlich und innerlich dem europäischen Vorbild anzugleichen. Zum „Vater der Türken" avanciert, übernahm er 1936 die Präsidentschaft der neuen türkischen Republik. Seine letzte Ruhestätte, die Anit Kabir in Ankara, bildet bis heute den wichtigsten Erinnerungsort der laizistischen Türkei.
AUB
The American University of Beirut is one of the most prestigious universities in the Middle East. It was first established in 1862 by protestant missionaries and is affiliated with New York University. Students from different places in the region come here to study. Education is expensive but a system of scholarships exists for the best students.
Ayyubiden
Die Ayyubiden sind eine muslimisch-kurdische Dynastie. Sie herrschten über Ägypten von 1171 bis 1252. Begründet wurde die Dynastie 1171 von Saladin. Diese Dynastie gilt als Nachfolge bzw. als Erbin der fatimidischen Dynastie. Die Herrschaft der Ayyubiden leistete einen großen Beitrag beim Kampf gegen die Kreuzfahrer.
Azhar
The Azhar Mosque in Cairo is perhaps the most significant spiritual center of Sunni Islam, originally tracing back to Shiite establishment in the year 971. Al-Azhar had developed into a stronghold of religious scholarship by the Middle Ages, by which time, it had already achieved somewhat of a double function as a mosque and a university, although the later status was officially awarded only in the year 1953. In 1961, the university, which by then had only been developed within a theological framework, was finally put under direct state control and fundamentally reformed. In addition to the existing theological faculty, a new, secular faculty was introduced that was meant to promote the modernization of Egypt. Today, the same courses of study exist at the Azhar University as at every other modern university, including medicine, chemistry, agriculture, the Arabic language and economics. Those who wish to become one of the over 375,000 students at Azhar must receive an âAzharishâ qualification for university entrance from special schools in Egypt or Islamic centers abroad.
Azmi Bishara
Azmi Bishara wurde am 22. Juli 1956 in Nazareth als Sohn einer palästinensisch-christlichen Familie geboren. Er ist israelischer Staatsbürger. Zwischen 1996 und 2007 war er Abgeordneter im israelischen Parlament, der Knesset. Als im Frühjahr 2007 Anschuldigungen wegen Hochverrats gegen ihn erhoben wurden, trat er von seinem Amt zurück und kehrte Israel den Rücken. Seinen Doktor der Philosophie erwarb Azmi Bishara an der Humboldt Universität in Berlin im Jahr 1986. Danach arbeitete er als Wissenschaftler an der Bir Zeit Universität in Ramallah und an Forschungseinrichtungen in Israel. Für seinen Einsatz für Menschenrechte und Demokratie erhielt er 2002 den Ibn-Rushd-Preis für freies Denken.
Baath-Partei
Die Baath-Partei (arab., „Wiedergeburt") wurde 1947 in Damaskus von Michel Aflak gegründet und ist eine ursprünglich panarabisch-sozialistisch orientierte politische Partei. Der ideologische Anspruch der Gründer war es, alle arabischen Länder zu vereinigen und dadurch wieder zu vergangener Stärke zu führen. Die westliche Demokratie wurde abgelehnt und stattdessen ein sozialistisch orientiertes System bevorzugt. Gegenwärtig ist die Baath-Partei nur in Syrien an der Regierung beteiligt, in allen anderen arabischen Staaten wirkt sie im Untergrund. Im Irak war die Baath-Partei ein wichtiges Instrument des Regimes von Saddam Hussein. Nach dessen Sturz durch eine amerikanisch-britische Militärintervention 2003 wurde die irakische Baath-Partei für offiziell aufgelöst erklärt.
Babri Moschee
Die Babri Moschee wurde 1528 vom Mogulherrscher Babur im nordindischen Ayodhya (Uttar Pradesh) errichtet. Eine Legende besagt, dass die Moschee sich an der Stelle befindet, wo zuvor ein Hindu-Tempel den Geburtsort des Gottes Ram markierte. Die Moschee wurde 1992 von radikalen Hindu-Nationalisten fast vollständig zerstört, um einem neuen Hindu-Tempel Platz zu machen. Die daraus folgenden religiösen Unruhen zwischen Hindus und Muslimen griffen auf das ganze Land über. Dabei sollen zwischen 1000 und 2000 Muslimen getötet worden sein.
Bambara
Das Volk Bambara (auch: Bamana) zählt etwa vier Millionen Menschen, die zwischen Südost-Mali und Burkina Faso zerstreut leben und die Sprache Bambara sprechen.
Barelwi
Eine Madrasa, die von Ahmad Riza Khan, einem berühmten sunnitischen Gelehrten des 19. und 20. Jahrhunderts, in Indien gegründet wurde. Barelwis sind hanafitische Sunniten und haben enge Beziehungen zum Sufismus.
Bashar al-Assad
Bashar al-Assad (geb. 1965) ist seit 2000 syrischer Präsident. Er übernahm das Amt von seinem Vater Hafez al-Assad, der Syrien 30 Jahre lang autoritär regiert hatte. Bashar al-Assads Machtübernahme löste in der in der Bevölkerung große Hoffnungen auf Reformen und Wandel aus, da der junge Präsident als aufgeschlossen, gebildet und modern galt. Die Reformbemühungen seines Regimes beschränken sich jedoch bislang vor allem auf eine wirtschaftliche Liberalisierung. Grundlegende politische Reformen blieben bisher aus.
Berber
Berber sind die Ureinwohner Nordafrikas. Das Wort ist eine Erbschaft der griechisch-römischen und der arabisch-islamischen Geschichtsschreibung. Heute erfahren Mitglieder dieser Gruppe die Bezeichnung als herablassend. Stattdessen bevorzugen sie Amazighiyīn („die Freien").
Bombay
Bombay ist mit ĂŒber 13 Millionen Einwohnern eine der gröĂten StĂ€dte der Welt. Sie liegt an der WestkĂŒste Indiens und ist Hauptstadt des indischen Bundesstaates Maharashtra. Zudem ist Bombay die wichtigste Hafenstadt und gröĂtes Wirtschaftszentrum Indiens mit Sitz der indischen Börse. Der Name Bombay leitet sich vom Portugiesischen ab und bedeutet "Gute Bucht". 1995 wurde nach der RegierungsĂŒbernahme Hindu-nationalistischer Parteien in Maharashtra die Stadt in Mumbai umbenannt - nach der indischen Göttin Mumbadevi.
Bostra
Bostra war eine antike Stadt im Hauran, die seit dem 2. Jahrhundert v.Chr. zum Nabatäer-Reich gehörte. Durch den römischen Kaiser Trajan wurde sie in das Römische Reich eingegliedert und zur Hauptstadt der neuen Provinz erklärt. Bostra war ein wichtiges Handelszentrum, da hier Hauptstraßen zum Roten Meer entlang liefen. Die Stadt war mit vielen Kirchen, Theatern und anderen prunkvollen Bauten eine Perle der damaligen Zeit. Viele dieser Bauten wurden bei einem Erdbeben 1157 zerstört. 1980 wurde die Altstadt von Bostra in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.
Brüder Lumière
Die französischen Brüder Auguste und Louis Lumière erfanden im Jahr 1895 den Cinématographe, einen Apparat, der Filmkamera und Filmprojektor in einem war. Aufgrund dieser Erfindung gelten sie als Väter des modernen Kinos.
Brüder Lumiïżœre
Die französischen BrĂŒder Auguste (st. 1954) und Louis (st. 1948) LumiĂšre gelten als Pioniere der Photographie und des Kinos. Sie erfanden den CinĂ©matographe, einen Filmprojektor, der gleichzeitig auch als Filmkamera eingesetzt werden konnte. Die ersten VorfĂŒhrungen mit diesem GerĂ€t erfolgten in Paris im Dezember 1895.
Britische Kolonialzeit
Vor den Briten hatten bereits die Portugiesen, die Niederländer und die Franzosen einzelne Gebiete Indiens kolonialisiert. Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts verdrängten die Briten jedoch alle anderen Staaten. Die Britische Ostindien-Kompanie (Englisch: East-India Company) setzte sich ab 1757 nicht nur militärisch durch, sondern errichtete eine Verwaltung und beutete das Land auch wirtschaftlich aus. Widerstand der Inder, z.B. im Soldaten-Aufstand (Englisch: "Sepoy-Mutiny") von 1857 wurden blutig niedergeschlagen. Ab 1877 nannte sich die englische Königin Victoria (regierte 1837-1901) auch "Kaiserin von Indien". Ihr Herrschaftsgebiet Britisch-Indien umfasste die heutigen Staaten Indien, Pakistan, Bangladesch und Birma. Die britische Kolonialherrschaft über Indien dauerte bis 1947.
Burqa
Die burqa ist ein zumeist schwarzer Überwurf, der Kopf und Körper der Frau bedeckt. In Indien und Pakistan lässt die burqa die Augen meist frei, während in Afghanistan die burqa in der Regel auch die Augen (mittels eines Netzes) bedeckt.
Dabka
Dabka ist ein arabischer Gesellschaftstanz, der in vielen arabischen Ländern verbreitet ist. Er wird in Reihe getanzt, die Tänzer halten sich entweder an den Händen oder umfassen die Schultern der anderen. Dabka bedeutet so viel wie "mit dem Fuß auf den Boden stampfen" und ist ein Tanz, der auf keiner Hochzeit oder auch bei anderen freudigen Anlässen fehlen darf. Die Schritte des Tanzes werden vom ersten Tänzer vorgegeben, so dass sie spontan und sehr variabel sind.
Damaskus
Damaskus (arab.: dimaschq) ist die Hauptstadt Syriens und gehört zu den wichtigsten religiösen Zentren des Nahen Ostens. Die Stadt hat nach offiziellen Angaben 1,6 Mio. Einwohner (andere Schätzungen liegen weit darüber) und gilt als älteste kontinuierlich bewohnte Stadt der Geschichte. In der durch mittelalterliche Bauten geprägten Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe) befindet sich die berühmte Umayyadenmoschee, die im 8. Jh. als eine der ersten und größten islamischen Moscheen entstand. Auch ist Damaskus Sitz mehrerer Bischöfe und Patriarchen.
Im 7./8. Jh. war die Stadt Zentrum des Umayyadenreiches, später diente sie den Ayyubiden und Mamluken als Residenz, 1516-1918 war sie unter türkischer Herrschaft. 1920 wurde Damaskus Hauptstadt des französischen Völkerbundsmandats Syrien, 1946 des unabhängigen Staates Syrien.
Dars-i-Nizami
Dars-i-Nizami ist ein Lehrplan, der von Mullah Nizamuddin Sihalawi (gest. 1747) in Südasien entwickelt wurde und nach dem in vielen Madrasas immer noch unterrichtet wird. Ziele des Dars-i-Nizami sind, die Einheit der muslimischen Umma zu stärken, das islamische Recht lebendig zu erhalten und die Normen des Islam zu verbreiten. Der Lehrplan besteht aus zwanzig Fächern, die in „traditionell-religiöse" und „wissenschaftlich-vernunftbezogene" eingeteilt werden. Der letztgenannte Bereich enthält die Themen Grammatik, Rhetorik, Prosa, Logik, Philosophie, Literatur, Theologie, Medizin, Koranauslegung (Tafsir), Hadith, Polemik und Recht.
Darura
Darura ("soziale Notwendigkeit") ist ein Terminus der islamischen Juriprudenz und hĂ€ngt mit dem Erlauben von Gewohnheitsrecht (âOrf) zusammen. Der Richter rechtfertigt die vor Ort gebrĂ€uchlichen Gewohnheiten oft mit sozialer Notwendigkeit: "Die Notwendigkeiten erlauben die Verbote", wie das Sprichwort besagt. Dieser Rekurs auf das allgemeine Wohl lĂ€sst sich aber nur als exceptio necessitatis, als notwendiger Ausnahme, definieren, und zwar eine Ausnahme, die an Ort und Zeit gebunden ist (s. auch Orf).
Das Große Spiel
Der von Rudyard Kipling geprĂ€gte Ausdruck âGreat Game" (engl.: âGroĂes Spiel") steht fĂŒr die Auseinandersetzungen zwischen England und Russland um Macht und Einfluss in Afghanistan im 19. Jahrhundert. Dabei wollte England seine Kolonialgebiete in Indien abschirmen, Russland strebte einen Zugang zum Indischen Ozean an. Heute ist im Zusammenhang mit neuen divergierenden Machtinteressen in Afghanistan oft vom âneuen groĂen Spiel" die Rede.
Delhi-Sultanat
Das Sultanat von Delhi ist ein Reich von muslimischen Herrschern in Nordindien. Vier Herrscher-Dynastien unterwarfen nach und nach die Gebiete zumeist hinduistischer Fürsten: erstens die Khilji Dynastie (1290-1320), zweitens die Tughluk Dynastie (1320-1413), drittens die Sayyid Dynastie (1414-1451) und zuletzt die Lodhi Dynastie (1451-1526). Das Sultanat von Delhi war sehr instabil. Schließlich setzten sich die Mogulherrscher durch.
Deobandi
Diese Madrasa wurde 1866 in Deoband im indischen Uttar Pradesh gegründet. Sie folgt der hanafitischen - einer sunnitischen - Rechtsschule, strebt die Rückkehr zu einem „reinen Islam" an So lehnt sie beispielsweise den Besuch von Gräbern ab, den sie als unislamisch ansieht.
der algerische Unabhängigkeitskampf
Von 1954 bis 1962 führte die algerische Unabhängigkeitsbewegung einen Unabhängigkeitskampf gegen Frankreich, unter dessen Kolonialherrschaft das Land seit 1830 stand. Wichtigster Akteur auf algerischer Seite waren die FLN (Front de Libération Nationale, franz.: Nationale Befreiungsfront) und ihr militärischer Arm ALN (Armée de Libération Nationale, franz.: Nationale Befreiungsarmee). Der Kampf wurde von beiden Seiten äußerst brutal geführt und forderte mehrere Hunderttausend Opfer. Am 5. Juli 1962 endete er mit der Unabhängigkeit Algeriens.
der algerische Unabhaengigkeitskampf
Von 1954 bis 1962 führte die algerische Unabhängigkeitsbewegung einen Unabhängigkeitskampf gegen Frankreich, unter dessen Kolonialherrschaft das Land seit 1830 stand. Wichtigster Akteur auf algerischer Seite waren die FLN (Front de Libération Nationale, franz.: Nationale Befreiungsfront) und ihr militärischer Arm ALN (Armée de Libération Nationale, franz.: Nationale Befreiungsarmee). Der Kampf wurde von beiden Seiten äußerst brutal geführt und forderte mehrere Hunderttausend Opfer. Am 5. Juli 1962 endete er mit der Unabhängigkeit Algeriens.
Der heilige Berg Qasiun
Der heilige Berg Qasiun: erhebt sich mit einer Höhe von 1150 Metern über NN. Er ist die Verlängerung der westsyrischen Gebirgskette. Aufgrund der historischen Ereignisse und Legenden wie die Ermordung Abels durch seinen Bruder Kain oder die Zuflucht Johannes des Täufers, die sich hier zugetragen haben, gilt der Berg, an dessen Fuß sich Damaskus erstreckt, als heilig.
Dhimmi
Dhimmi sind monotheistische Nichtmuslime. Sie werden auch Kitabi (Besitzer eines heiligen Buches) genannt. Unter diese Kategorie gehören Christen, Juden, Zoroastrier und die Sabier. Im Islamischen Recht wird der Begriff „Dhimmi" für Nichtmuslime benutzt, die nach islamischem Recht im muslimischen Territorium geduldet sind und die gegen Bezahlung einer Kopfsteuer den Schutz des muslimischen Staates genießen.
Die rechtgeleiteten Kalifen
Der Prophet Mohammed hatte vor seinem Tode keinen Nachfolger benannt, sondern lediglich ausgesagt, dass der jeweils Gläubigste in der Gemeinde fortan im Gebet vorgehen solle. Nach seinem Tode (632 n. Chr.) regierten darum zunächst die vier s.g. „rechtgeleiteten Kalifen", besonders gläubige Männer, die von der (männlichen) Gemeinde, der Umma, gewählt wurden. In traditionalistischen und islamistischen Kreisen wird diese Periode als die goldene Zeit betrachtet, der es gilt nachzueifern und somit zu ihr „zurückzukehren". Diese Kalifen dehnten ihre Einflusssphäre aus, indem sie ein ausgedehntes Gebiet zwischen dem Atlantik und dem Indus eroberten und damit das erste islamische Reich gründeten.
Insgesamt gab es vier Führer. Der erste war der Mohammeds' Schwiegervater Abu Bakr, der allerdings schon hochbetagt war und nach zwei Jahren verstarb (632- 634 n. Chr.). Der zweite hieß Omar Ibn al-Chattab. Er eroberte während seiner Regierungszeit (634-644) die Gebiete des heutigen Ägyptens, Palästinas, Syriens und des Irak und schloss die ersten Verträge mit den dort ansässigen Christen ab. Uthman Ibn Affan (644-656 n. Chr.) war der dritte Kalif und ein Schwiegersohn Mohammeds'. Ihm gelang es, das Reich bis nach Indien auszudehnen. Der Kampf um seine Nachfolge lähmte schließlich das Reich, denn die folgende Ernennung Alis zum vierten Kalifen spaltete die Gesellschaft. Ebenfalls ein Schwiegersohn des Propheten und Vater von Husain und Hasan, der einzigen leiblichen Nachkommen Mohammeds, genoss Ali durchaus hohes Ansehen. Er wird als tapferer, aufrichtiger Mann beschrieben, als Diplomat und Feldherr war er aber glücklos. Er verwickelte sich in unübersichtliche Kämpfe und wurde schließlich von seinen Gegner 661 vor der Moschee von Kufa ermordet.
Drusen
Die Drusen sind Anhänger einer schiitischen Sekte des Islam, die gelegentlich sogar als eigenständige religiös-ethnische Gemeinschaft ohne Beziehung zum Islam angesehen wird. Die arabisch sprechenden Drusen leben heute vorwiegend im Süden Syriens und des Libanons, Nordisraels und Jordaniens. Bestimmend ist der Glaube an die Inkarnation göttlicher Prinzipien wie der Weltseele und Weltvernunft. Die Drusen besitzen eine eigene Heilslehre. Die Gemeinschaft ist in Eingeweihte und Laien unterteilt. Die Laien haben kein religiöses Wissen und kultische Pflichten, können aber in den Kreis der Eingeweihten durch Ablegen eines Gelübdes aufgenommen werden.
Die Drusen haben besonders im Gebiet des heutigen Libanons und Syriens eine wichtige Rolle gespielt, als sie sich gegen die Herrschaft der Osmanen im 19. Jahrhundert auflehnten und immer wieder versuchten ihre Unabhängigkeit zu bewahren. Im libanesischen Bürgerkrieg in den 1970er Jahren kämpften sie auf Seiten muslimischer Milizen. Heute sind die Drusen im libanesischen Parlament vertreten.
Dschahiliyya
Der Begriff Dschahiliyya taucht erstmals in der islamischen Ära bzw. im Koran auf. Etymologisch, bedeutet Dschahiliyya die Unwissenheit. Der Begriff hat mindestens zwei Bedeutungen:
1. bezeichnet er eine historische Epoche: die vorislamische Ära.
2. hat er eine semantische bzw. religiöse Bedeutung: Dschahiliyya bedeutet Immoralität, Polytheismus und Unmenschlichkeit, die mit dieser historischen Epoche verknüpft werden. Der Begriff wird genutzt, um die Vorteile des Islam, im Gegensatz zum „Nichtislam" (Kufr) aufzuzeigen. Im 20. Jahrhundert findet das Wort Dschahiliyya Beliebtheit bei islamischen Bewegungen, die es als Beschreibung für die moderne Gesellschaft verwenden.
Nichtsdestotrotz, und im Gegensatz zu seinem religiösen Sinn, hat Dschahiliyya in der Sprach- und Literaturwissenschaft eine positive Bedeutung. Die vorislamische Epoche ist die Zeit, in der die besten Poeten und die reinste Sprache der Araber zu finden sind.
Dschihad
Jihad (Arabic) "striving in the way of Allah". The Koran uses this word 35 times, twice meaning "peaceful struggle" and 29 times meaning "war". At the beginning of the 11th century the Sufi tradition gave the word a spiritual dimension in the sense of "inner struggle" or "inner growth". The political history of the Islamic world is full of examples of how Jihad was used as a political instrument to justify military attacks, primarily against "unbelievers" (see bibliography under "History").
Dschilbab
Dschilbab (arab.) „Gewand", „Überwurf". Eines jener Kleidungsstücke, das im Koran (Sure 33, Vers 59) in Zusammenhang mit dem Gebot der Verschleierung genannt wird. Ursprüngliche Form, Farbe und Funktion des Dschilbab sind nicht überliefert. Heute ist es häufig die Bezeichnung für einen langen, den Körper verhüllenden Mantel.
Dupatta
Die dupatta ist ein langer Schal, der entweder um den Hals geschlungen oder als Kopfbedeckung getragen wird.
Edward Said
Edward Said wurde am 1. November 1935 in Jerusalem geboren. Er entstammte einer palästinensisch-christlichen Familie, die im Anschluss an den arabisch-israelischen Krieg von 1948 und die Staatsgründung Israels vertrieben wurde. Zu wissenschaftlichem Ruhm gelangte er vor allem aufgrund seines 1979 erschienenes Werkes Orientalism („Orientalismus"), welches den Blick der ‚westlichen Welt' auf den ‚Orient' als romantisierend verklärte Verzerrung entlarvte. Als Professor für Englisch und Komparatistik lehrte er an renommierten Universitäten der USA wie z.B. in Harvard, Yale und zuletzt an der Columbia University. Zusammen mit dem jüdischen Dirigenten Daniel Barenboim gründete er 1999 das West-Östliche Diwan Orchester bestehend aus jungen israelischen und arabischen Musikern, um sich auf diesem Wege für eine Annäherung der beiden Volksgruppen einzusetzen. Edward Said starb am 25. September 2003 an Leukämie.
Entwicklungslaendern
Entwicklungsländer
Der Entwicklungshilfe-Ausschuss der OECD (DAC) betrachtet rund 150 Länder Afrikas, Lateinamerikas, Asiens, aber auch Europas (z.B. Albanien) als Entwicklungsländer. Diese Länder umfassen mit ca. viereinhalb Milliarden Menschen fast vier Fünftel der Weltbevölkerung.
Die Entwicklungsländer lassen sich in drei Gruppen unterteilen:
a) die am wenigsten entwickelten Länder (least developed countries) mit sehr niedrigem Pro-Kopf-Einkommen, einer niedrigen Industrialisierungsrate und einer hohen Analphabetenquote (ca. 560 Mio. Menschen);
b) die „Mittelschicht" der Entwicklungsländer (ca. 3,2 Mrd. Menschen);
c) die Schwellenländer, die überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielen, ein höheres
durchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen aufweisen und an der Schwelle zu einem Industrieland stehen (ca. 650 Mio. Menschen)
Entwicklungszusammenarbeit
Unter Entwicklungszusammenarbeit wird die Zusammenarbeit zwischen Industrieländern und Entwicklungsländern verstanden. Im Idealfall trägt sie zur Überwindung von Entwicklungsengpässen, zur Befriedigung von Grundbedürfnissen und zu einer nachhaltigen, menschenwürdigen Entwicklung bei. Dabei stärkt sie die Selbsthilfekapazitäten in den Entwicklungsländern, damit diese die Globalisierung zu ihrem Vorteil nutzen zu können. Die beiden wichtigsten Instrumente hierfür sind die Finanzielle Zusammenarbeit (zinsgünstige Kredite und Zuschüsse) und die Technische Zusammenarbeit (Vermittlung technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Kenntnisse).
Fatwa
Fatwa (arab.) „Gutachten". Religiöses Rechtsgutachten auf Basis der Scharia; wird von Privatpersonen angefragt und von Rechtsgutachtern, Muftis, erstellt. Der Themenkreis umfasst alle Aspekte des islamischen Rechts und reicht von Ritualhandlungen bis hin zu Geldgeschäften. Fatwas haben eine beratende Funktion; sie sind niemals zwingend.
Fiqh
Fiqh (arab.) „Kenntnis". Die islamische Rechtswissenschaft, im achten Jahrhundert entstanden, systematisiert die islamischen Rechtsquellen und legt die Rechtspraxis in umfangreichen Handbüchern fest.
Fitna
Fitna (arab.) „Reiz", „Faszination", „Aufruhr", „Aufstand". Das Wort umreißt die Versuchung, die von Gott herab gesandt wird, um den Gläubigen auf die Probe zu stellen. Gibt der Gläubige der Versuchung nach und fällt vom Glauben ab, indem er gegen die göttlichen Gebote verstößt, ist dies als „Aufstand" gegen das göttliche Gesetz zu werten. Gleichzeitig meint Fitna aber auch die Zwietracht unter Männern, ausgelöst durch die Versuchung schöner Frauen.
Fitna
Wörtlich lässt sich das arabische Wort fitna einerseits mit „Reiz" und „Faszination", andererseits aber auch mit „Aufruhr" und „Aufstand" übersetzen. In den beiden, so unterschiedlich wirkenden Begriffspaaren spiegelt sich die religiöse Bedeutung des Wortes fitna wider: fitna meint die Versuchung, die von Gott herab gesandt wird, um den Gläubigen auf die Probe zu stellen. Gibt der Gläubige der Versuchung nach und fällt vom Glauben, indem er gegen die göttlichen Gebote verstößt, ist dies als „Aufstand" gegen das göttliche Gesetz zu werten. Gleichzeitig meint fitna aber auch den Aufruhr und die Zwietracht innerhalb der Gemeinschaft der Gläubigen, ausgelöst beispielsweise durch die Verlockungen einer schönen Frau („Reiz", „Faszination").
Fundamentalism
Religious fundamentalism refers to persistence regarding religious principals, as well as literal adherence to religious texts and is found in most religious communities. The concept itself goes back to the 19th century to movements among protestant Christians in the USA, which referred to themselves as “fundamentalists.” The term “Islamism” is often falsely used as a synonym for “Islamic Fundamentalism.” Although Islamism is based on a literal and thus fundamentalist interpretation of the Koran, it differentiates itself from fundamentalism in that it is a political ideology.
Ghaznawiden
Ghaznawiden: bildeten um 1000 n. Chr. eine muslimische Dynastie im östlichen Iran. Ihr Machtbereich reichte zeitweise im Westen bis nach Irak und im Osten bis zum Nordwestindien. Die Stadt Ghazna in Chorasan, das heutige Ghaznī in Afghanistan, war lange Zeit das Zentrum ihres Reiches.
Golds Gym
Golds Gym ist die mit mehr als 600 Zweigstellen weltweit größte Kette für Bodybuilding. Sie entstand 1965 in Venice (Kalifornien), dem Mekka des Bodybuildings der siebziger Jahren. Golds Gym wurde zum Vorbild zahlreicher Ketten von Fitnesscentern, insbesondere während der vergangenen 20 Jahre.
Großes Spiel
Der von Rudyard Kipling geprĂ€gte Ausdruck âGreat Game" (engl.: âGroĂes Spiel") steht fĂŒr die Auseinandersetzungen zwischen England und Russland um Macht und Einfluss in Afghanistan im 19. Jahrhundert. Dabei wollte England seine Kolonialgebiete in Indien abschirmen, Russland strebte einen Zugang zum Indischen Ozean an. Heute ist im Zusammenhang mit neuen divergierenden Machtinteressen in Afghanistan oft vom âneuen groĂen Spiel" die Rede.
Hadad
Hadad: wie in vielen Kulturen Mesepotamiens und Anatoliens, wurde auch im alten Syrer der Wettergott Hadad, dessen Symboltier der Stier für Fruchtbarkeit und dessen Attribut ein Blitz war, verehrt.
Hadith
Hadith (ârecordâ, âtraditionâ) refers to the traditions regarding the life of the Prophet Muhammad. The Prophetâs character embodies the ideal of a holy life. For this reason, reports regarding the Prophetâs statements and actions are drawn upon in particular when the meaning of the Koran does not clearly reveal itself to believers or when dealing with questions and themes that are not dealt with by the Koranic revelations. According to the Koran, the record of the prophetâs life is the second central source of the religious law. By the Middle Ages, an independent field of Hadithic studies had already developed, the goal of which was to archive the records and to review them for validity. Not all records are equally accepted within Islamic society.
Hafiz al-Assad
Hafiz al-Assad (1930-2000) war von 1970 bis 2000 syrischer Präsident. Der Luftwaffengeneral war gleichzeitig Generalsekretär der syrischen Baath-Partei. Unter seiner Herrschaft entstand in Syrien ein autoritäres Regime, in dem die staatlichen Institutionen, insbesondere der Sicherheitssektor, stark ausgebaut wurden. Assads politische Macht war so umfassend, dass häufig von Suriya al-Assad (arab., „Assads Syrien") gesprochen wurde. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Bashar al-Assad die Macht.
halal
halal (arab.) „erlaubt" steht im Gegensatz zu haram „verboten". Das Begriffspaar bildet die Grundunterscheidung im islamischen Recht.
haraam
haraam (Arabic) “forbidden” is the opposite of halal “allowed”. The two terms form the basis of Islamic law. It should not be confused with the short-voweled noun Haram (“sanctuary”).
Haram
Haram (arab.) „Heiligtum". Das Wort meint nicht nur den heiligen Bezirk in unmittelbarer Nähe der Kaaba und der sie umgebenden großen Moschee, sondern auch alle anderen Orte, die im Verlauf der Wallfahrtszeremonie aufgesucht werden. Nicht zu verwechseln mit dem langvokaligen Adjektiv haram („verboten")
Hausa
Hausa is an ethnic group (and their language) mostly residing in the far north, west, and central parts of Africa (primarily in Nigeria and Niger).
Hazret Ali
Hazret Ali „Ali, der Heilige", mit eigentlichem Namen Ali Ibn Abi Talib, der vierte Kalif und Nachfolger des Propheten Mohammed (Regierungszeit: 656-661), gleichzeitig auch dessen Cousin und Schwiegersohn (Ehemann von Mohammeds Tochter Fatima). Neben seinen Söhnen Hassan und Hussein ist Ali die zentrale Bezugsperson des schiitischen Islam. Er wird als Gründer der schiitischen Sufiorden betrachtet.
Hezbollah
Hezbollah (Arabic), "Party of God", is the name of the most significant Shiite militia in Lebanon. It emerged during the Lebanese civil war (1975-90) in reaction to the Israeli invasion in 1982. Since then it has concentrated on opposition against the Israeli occupation and on the formation of numerous social establishments (schools, hospitals). Both of these have secured strong support for the organization among the south Lebanese population. Although Hezbollah is represented by several delegates in the Lebanese parliament, it possesses a strong paramilitary power that operates outside of the control of the Lebanese state. A recent example was the several-week engagement between Hezbollah and Israeli armies in the summer of 2006. According to the USA, Hezbollah is considered a terrorist organization.
Hidschab
Hidschab (arab.) „Vorhang", „Schleier". Das Wort taucht im Koran in der Bedeutung einer räumlichen Trennung zwischen Mann und Frau (Vorhang) und eines Kleidungsstücks (Zipfel eines Tuches) auf. Häufig wird es als allgemeine Bezeichnung für den Schleier der Frau verwendet.
Hindi
Hindi ist eine Sprache, die zur indo-germanischen Sprachfamilie zählt. Sie ist neben Englisch offizielle Amtssprache in Indien. Hindi entwickelte sich wie viele andere Sprachen Indiens aus dem Sanskrit, der Sprache der wichtigsten religiösen Schriften des Hinduismus. Hindi wird in der Devanagari-Schrift geschrieben. Von der Grammatik her sind Hindi und Urdu Schwester-Sprachen.
Hindu-Nationalismus
Der Hindu-Nationalismus, auch genannt hindutva („Hindutum") geht davon aus, dass Indien das heilige Land der Hindus ist. Hindus sehen Indien (Hindi: „Bharat") als ihre Heimat an. Die ehemaligen Eroberer Indiens wie bspw. Muslime und Christen sind demnach nichts weiter als Unterdrücker der Hindus. Ihr Einfluss muss beendet werden. Die Idee des hindutva geht auf das Buch Hindutva - Wer ist ein Hindu von V.D. Savarkar aus dem Jahr 1923 zurück. Politisch gesehen werden die Hindu-Nationalisten von der Bharatiya Janata Party (BJP, Hindi: „Indische Volkspartei") vertreten. Von 1996 bis 2004 bildete die BJP in unterschiedlichen Koalitionen die Regierung Indiens.
Hindukusch
Der Hindukusch ist das Gebirge, das den Naturraum Afghanistans dominiert. Es weist bis zu 7000 Meter hohe Berge auf und erstreckt sich durch das ganze Land. Die südöstlichsten Ausläufer des Hindukusch liegen im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet. Diese Region gilt bis heute als besonders unzugänglich. Hier befindet sich auch der legendäre Khyber-Pass. Bis heute stellt der Hindukusch ein wesentliches Hindernis für die herrschaftliche Durchdringung Afghanistans dar, weil das Gebirge kaum kontrollierbare Rückzugsräume für oppositionelle Kräfte bietet.
Hodscha
(persisch: Khwace): 1. Leher; 2. Religionslehrer; 3. Universitätslehrer. In deutschen Moscheen zumeist der/diejenige, der/die für den Koranunterricht verantwortlich ist.
Ibn Battuta
Ibn Battuta war ein marokkanischer Geograph mit amazighischem Hintergrund (geb. 24. Februar 1304 in Tanger/Marokko; gest. 1368 oder 1377). Seine Reiseliteratur, insbesondere sein Werk riḥla war für die arabische Welt von besonderer Bedeutung für die Rezeption Afrikas und Asiens.
Ibn Jubair
Ibn Jubair: war ein andalusischer Geograf, Reisender und Dichter, dessen vollständiger Name Abu-l-Hussain Muhammad ibn Ahmad ibn Jubair al-Kenani lautete. Er wurde 1145 in Valencia geboren und starb 1217 in Alexandria, Kairo. In Granada studierte er den Koran und die Hadithe, Recht und Literatur und wurde später Angestellter des Gouverneurs von Granada. Er unternahm zahlreiche Reisen in die arabische Welt, unter anderem, eine Pilgerreise nach Mekka und Reisen nach Syrien, Ägypten und in den Irak. Durch seine Tagebuchaufzeichnungen über seine Reise gilt er als der Begründer von Erlebnisberichten in Tagebuchform.
Imam
Imam (Arabic) âprayer leaderâ, âleaderâ. An Imam leads the congregation in prayer. Following in the footprints of the prophet Muhammad, he serves as an example and leader and is the first among equals. The classic Imam education includes knowledge of Arabic and grammar, memorization of the Koran and the art of recitation, knowledge of Koran commentary and theology as well as the art of rhetoric and sermon. In Shiite Islam, knowledge of and experiences with mysticism are included as well. The modern education has added religious studies, sociology and spiritual guidance to the list of subjects. In most Islamic countries, women can complete the training, but to date they have to settle with the lower certification of religious teacher. Only in China has the position also been open to women since the 18th century. Amina Wadud is the first Sunni female Imam to be placed a few years ago in New York. Halima Krausen holds the same title in a Shiite congregation in Hamburg.
Imamiten
Die Hauptrichtung der Schia ist die s.g. „Zwölfer Schia". Sie beinhaltet den Glauben an zwölf Imame, die sich einst, am Anfang der islamischen Tradition, in der Erbfolge abwechselten und deren Gründer und erster Imam Ali gewesen ist. Vom zwölften und letzten Imam nehmen die Schiiten an, dass er im Himmel aufgenommen wurde und am Ende der Zeiten wiederkommen wird. Die Genealogie der zwölf Imame hat das Amt des Imams in der schiitischen Tradition als ein ererbtes Amt begründet.
Indira Gandhi
Indira Gandhi war die bislang einzige weibliche Premierministerin Indiens und entstammte einer einflussreichen Dynastie von Freiheitskämpfern und Politikern. Nach einigen Ämtern als Ministerin wurde sie schließlich von 1966 bis 1977 und von 1980 bis 1984 Premierministerin. 1984 wurde Indira Gandhi von ihrer Leibwache, die aus Mitgliedern der Religion der Sikhs bestand, ermordet.
Iqra
Iqra (arab.) „Sprich!". Eröffnung und direkte Anrede vieler Koranverse. Hier der Name des pan-arabischen, religiösen Satellitensenders Iqra TV mit Sitz in Saudi-Arabien.
Islam and Ideology
What in no way should be lost sight of in view of âIslamismâ is that it is fundamentally different from âIslam.â The religion of Islam is not to be equated with the ideology of Islamism. Not every follower is Islam is a fundamentalist and not every fundamentalist is a follower of Islam. Rather, Islamism is the reorganization of the religion of Islam into an ideology. The journalist Arnold Hottinger explains this relationship in his book âIslamic Fundamentalismâ (Paderborn: Schöningh, 1993) as such: âReligion is primarily concerned with the relationship of the individual or the society to God. An ideology is a belief structure from which its propagators and followers expect an improvement of their society and a more successful life on this earth.â Moreover, Islamism is in no way a homogenous movement. Indeed, since the September 11, 2001 terrorist attacks in the USA, and those that followed in Bali (2002), Madrid (2003) and London (2005), the militant strain in particular has shaped the image of Islamism in the West. It is necessary, however, to differentiate between Sunni and Shiite movements as well as between violent and non-violent groups.
Islamic Studies
Islamic Studies has been a philology from its origin, meaning that it uses philological methods in order to examine Islam-related texts in the broadest sense – whether religious or political, courtly, historical or scientific, poetic or fictional literature. Moreover, it has the task of examining Islam from a theological perspective. In addition to the theological and philological aspect, this discipline also encompasses the examination of the history and cultural organization of the Islamic world.
Islamism
"Islamism" is a modern understanding of "Islam" as a political ideology. The term is neither equated with "Islam" as a religion, nor with the academic discipline of "Islamic Studies." Islamist movements distinguish themselves through a literal reading of the Koran, the interpretation of Islam as a system encompassing all areas of life, and the political pursuit of a religiously homogeneous society subject to the will of God. "Islamism", does not designate a uniform ideology however. Numerous movements exist that can be divided, for example, into Sunni and Shiite or into violent and non-violent groups.
Islamwissenschaftler
Die Islamwissenschaft ist von ihrem Ursprung her eine Philologie, d.h. sie nutzt philologische Methoden, um islambezogene Texte im weitesten Sinne - ob nun religiöse oder politische, höfische, historische oder naturwissenschaftliche, poetische oder Prosaliteratur - zu untersuchen. Zudem hat sie die Aufgabe der religionswissenschaftlichen Betrachtung des Islam. Neben dem religiösen und philologischen Aspekt, umfasst diese Disziplin auch die Untersuchung der Geschichte und der kulturellen Ausgestaltungen der islamischen Welt.
