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Abu-l-Hassan Ali Nadwi
Abu-l-Hassan Ali Nadwi ist einer der berühmtesten muslimischen Gelehrten des 20. Jahrhundertes in Südasien. Ab 1934 fing er an der Nadwatu-l-Ulama in Lucknow zu unterrichten an und stieg in den Funktionen auf, bis er für Jahrzehnte Leiter und Vorsitzender der Nawda wurde. Berühmt ist er neben seiner wissenschaftlichen Karriere für seine politischen Entscheidungen - u. a. war er gegen die Teilung Indiens.
Abu al-ala al-Mawdudi
Sunnitischer pakistanischer Journalist, Theologe, politischer Philosoph und einer der einflussreichsten islamistischen Denker des 21. Jhd., stark beeinflusst von Sayyid Qutb und den Muslimbrüdern, Gründer der jamaat al-islamiyya in Pakistan.
Abu Bakr Gumi
Gründer der Yan Izala in Nigeria.
Abu Musab al-Zarqawi
Abu Musab al-Zarqawi, born in Jordan, was considered the leader of al-Qaida in Iraq until his death by an American air strike in 2006. Apart from countless attacks against the US led coalition group, al-Zarqawi was responsible for the murder of several foreign hostages as well as the inflammation of civil war in Iraq. As a follower of a radical form of Sunni Islam, he also called for attacks against Shiite targets. Before his time in Iraq, al-Zarqawi fought in the civil war in Afghanistan and led a military training camp there until the invasion of American troops.
Aga-Khan-Foundation
Aga-Khan-Foundation (engl.) „Aga-Khan-Stiftung". Eine der größten Entwicklungs- und Hilfsorganisationen der muslimischen Welt; Partner des Auswärtigen Amtes in Berlin. Eines ihrer gemeinsamen Projekte umfasste die Umwandlung einer Müllhalde in der Nähe der Kairoer Altstadt in den Al-Azhar Park.
Ahli-Hadith
Diese islamische Reformbewegung entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Nordindien aus der Tariqa Muhammadiyya. Sie ist für ihren puristischen Glauben bekannt.
Ahmaddiyya
Die Ahmadiyya hat ihren Ursprung in Pakistan, wo im 19. Jh. die islamische Reformbewegung als Antwort auf die britische Kolonialverwaltung entstand. Sie orientiert sich stark an der Jesus-Figur im Koran und beruft sich auf eine Stelle im Koran, in welcher der Gründer der Bewegung, Ahmad, bereits vorhergesagt wurde. Da die islamische Tradition Muhammed als den letzten der Propheten betrachtet, nach dem Gott keinen mehr schicken wird, wird diese Koranauslegung als Blasphemie betrachtet. Heute ist die Ahmaddiyya eine stark missionierende Gruppe, die innerhalb des sunnitischen Mainstreams als nicht dazu gehörig gilt. Die afrikanische Ahmadiyya orientiert sich stark an ihrer pakistanischen Schwesterorganisation.
Ahmet Günbay Yıldız
Der türkische Schriftsteller und Poet Ahmet Günbay Yıldız wurde 1941 geboren. Er schrieb bis heute etwa zwei Dutzend Romane, die in der Türkei eine große Leserschaft fanden. Zwei seiner bekanntesten Werke sind Cicekler Susayınca („Wenn Blumen durstig werden") und Aska Uyanmak („Wach auf für die Liebe").
Aishwarya Rai
Aishwarya Rai (geb. 1973) ist ein Ex-Model und ehemalige Miss World (1994). Seit 1997 ist sie auch als Schauspielerin tätig. 2007 heiratete sie Abhishek Bachchan und ist somit Schwiegertochter des Superstars Amitabh Bachchan.
Aksum-Reich
Die Gründung von Aksum lässt sich nicht sicher datieren. Die ältesten archäologischen Funde stammen aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert. Die Kernregion des Reiches umfasste das Hochland von Eritrea und Tigray sowie die vorgelagerte eritreische Küste. Auf dem Gipfel seiner Macht erstreckte sich das Reich jedoch im Norden bis Meroe im heutigen Sudan, im Süden bis Assab und im Westen über das Rote Meer hinaus bis in den Jemen. Das Aksumreich war ein typisches Handelsreich, das in reger Interaktion mit Persien, Griechenland, Rom, Indien und Ceylon stand. Im dritten und vierten Jahrhundert n. Chr. war das Aksumreich das drittgrößte Reich der Welt. Der Niedergang von Aksum wurde durch die Expansion des Islams eingeleitet. Als ab Mitte des siebten Jahrhunderts das Rote Meer unter muslimische Kontrolle geriet, verloren die Aksumiten ihren Meereszugang infolgedessen ein langsamer Machtverlust einsetzte. Um die Jahrtausendwende war der wirtschaftliche und politische Niedergang des aksumitischen Reiches nicht mehr aufzuhalten, und es folgte eine Zersplitterung des Reiches in kleinere Fürstentümern.
Al-Bakri
Al-Bakri war ein andalusischer Geograph des 11. Jhd.. Er schrieb zahlreiche Werke zur Geographie der islamischen Welt, insbesondere Afrikas. Bemerkenswert bei diesem Geographen ist, dass er Länder und Orte beschreibt, in denen er nie war. Unter Historikern und Geographen ist Al-Bakri für seine Objektivität bekannt.
al-Bukhari
Muhammad ibn Ismail al-Bukhari (810-870) was an Islamic scholar, who became renowned primarily for his collection of hadith, which is one of the six most important hadith collections in the Sunni tradition. Hadith are the oral traditions of the prophet handed down about events that occurred during his lifetime, or rather, sayings that his followers shared. The written record of the actions and sayings of the Prophet Muhammad were particularly important for the traditional form of Koran commentary. Each of these records had to be legitimized from those who relayed them by information that was as complete as possible. The chain of narrators (isnad, literally “supports”) composed an essential unit based on the actual information. With all of the statements of traditions connected with the Koran, it came down to being able to track the chain of narrators back to as close as possible to the Prophet, his family and companions (sahaba). Bukhari’s collection of hadith have been in part completely and in part only partially transferred into various European languages, among them English, German and French.
Al-Madina al-Munawwira
Al-Madina al-Munawwira heißt auf deutsch „die leuchtende Stadt". Gemeint ist die Stadt Medina im heutigen Saudi-Arabien, auch als „Stadt des Propheten" (Madinat an-Nabi) bekannt. Ihr vorislamischer Name ist Yathrib.
Al-Qaida
Al-Qaida (arab.) „Die Basis". Ein loses Netzwerk radikal-militanter Gruppen, das über keine festen Strukturen verfügt. Ihr Ursprung ist in der sowjetischen Besetzung Afghanistans (1979-89) zu suchen. Seit Anfang der 1980er Jahren hatten radikale Denker, darunter der Unternehmer Osama Bin Laden und der Theologe Azzam, von Pakistan aus versucht, für finanzielle und personelle Unterstützung für den Kampf der Mudschaheddin gegen die sowjetische Besetzung Afghanistans zu werben. Neben der Unterstützung aus islamischen Ländern erhielten sie dabei auch die Hilfe des pakistanischen Geheimdienst ISI und der USA. Azzam entwickelte die Theorie der "Verteidigung der muslimischen Territorien als persönliche Pflicht des Muslim", die heute als die Ideologie islamisch-radikaler Gruppen gilt und den „Notstand" legitimiert.
al-Tabari
Muhammad ibn Dscharir al-Tabari (838-923) ist vermutlich der populärste Koranexeget der islamischen Welt. Sein dreißigbändiges Werk, der tafsir al-tabari, gilt als der erste umfassende Korankommentar überhaupt. Die darin enthaltenen Auslegungen dienten zahlreichen islamischen Rechtsgelehrten als Grundlage für ihre eigenen Kommentare der Heiligen Schrift.
Alawiten
Die Alawiten sind eine vor allem in Westsyrien und im Südosten der Türkei verbreitete schiitische Abspaltung. Die Glaubensrichtung wurde im 9. Jh. im Irak von Muhammad ibn Nusair an-Namiri begründet. Die Alawiten folgen einer mythischen Lehre von der Entstehung der Welt und glauben an den göttlichen Charakter von Ali ibn Abi Talib (erster Imam der Schiiten und Vetter und Schwiegersohn des Propheten Muhammad). Im Laufe der Geschichte gab es verschiedene alawitische Dynastien in Nordafrika, Jemen, Mekka, Nordiran und Andalusien. In Syrien sind seit 1966 alawitische Offiziere der Baath-Partei an der Macht, zu denen auch der amtierende Präsident Bashar al-Assad gehört.
Aleppo
Die nordsyrische Stadt Aleppo (arab.: haleb) ist mit knapp zwei Mio. Einwohnern nach Damaskus die zweitgrößte Metropole Syriens. Aleppo gehört zu den ältesten und bedeutendsten Städten des Nahen Ostens, seine Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe. Bedingt durch ihre geopolitische Lage war die Stadt im Laufe der Geschichte immer wieder wichtiger Handels- und Vermittlungspunkt zwischen den angrenzenden Reichen. Bis heute ist Aleppo Zentrum der Textilindustrie Syriens. Ob Aleppo tatsächlich, wie immer wieder behauptet, zu den ältesten durchgängig besiedelten Städten der Welt gehört, ist schwer nachzuweisen, da die moderne Überbauung kaum Möglichkeiten für archäologische Untersuchungen bietet.
Aleviten
Aleviten stellen in der Türkei eine religiöse und kulturelle Minderheit, die sich seit dem 13. Jh. in Anatolien aus der Schia entwickelte. Für ihre Entwicklung spielte der Sufi-Heilige und mystische Führer Haci Bektash Veli eine wichtige Rolle. Die Aleviten sehen sich als direkte Nachfahren von Ali, dem Cousin und Schwiegersohn des Propheten Mohammeds. Der Martyrertod von Ali und seinen beiden Söhnen spielt im religiösen Erleben eine wichtige Rolle. Im Glauben und Ritual unterscheiden sich die Aleviten grundlegend von sowohl Schiiten als auch Sunniten: sie halten sich weder an den Ramadan, noch an das tägliche Gebet oder unternehmen die Pilgerfahrt nach Mekka. Zudem erkennen sie die Autorität der Scharia nicht an. Aleviten wurden im Osmanischen Reich heftig verfolgt, auch in der modernen türkischen Republik haben sie keinen anerkannten religiösen Status. Die in Deutschland ansässige Gemeinschaft führt seit zehn Jahren Diskussionen, ob sie wirklich zum Islam gehören oder aber eine gänzlich andere Religion vertreten will.
Alfred Farag
Alfred Farag (1929 - 2005) studierte Literatur, arbeitete als Englischlehrer, dann als Journalist. Er spezialisierte sich auf die Kunstkritik und vor allem auf Theaterkritik. Zudem schrieb er seit 1956 zahlreiche Theaterstücke. Farag wurde zwischen 1959 und 1963 als linker Intellektueller in Ägypten politisch inhaftiert. Wie andere Intellektuelle bekam er 1973 unter der Regierung Sadats ein Schreibverbot und wurde aus dem öffentlichen Leben verbannt. Er ging ins freiwillige Exil, lebte und arbeitete in Algerien (1973-1978), dann in Großbritannien, wo er bis 1986 lebte. Farag war von der europäischen Kunst und Literatur fasziniert, griff aber leidenschaftlich auf die arabische literarische Tradition zurück und verfasste vor allem moderne Dramen, die von der Tradition inspiriert sind.
Ali Ben Abi Talib
Ali Ben Abi Talib (603-661) („Ali, Sohn von Abu Talib") war ein Cousin des Propheten Mohammad. Er heiratete dessen Lieblingstochter Fatima, und nach dem Tod des Propheten hatte er als vierter in der Reihe das Amt des Kalifen inne (s. Die rechtgeleiteten Kalifen). Er gilt den Muslimen als Heiliger (Wali Alla oder „Freund Gottes"), als Krieger und als Imam. Man sagt ihm nach, dass er in der Kriegsführung keine glückliche Hand hatte. So erlitt er mehrere große Niederlagen gegen Gruppen muslimischer Aufständischer, die die Macht an sich reißen wollten. Die Niederlage bei Kerbela (Irak), wobei auch seine Frau und seine kleinen Söhne Hassan und Hussein getötet wurden, hat sich tief im kollektiven Gedächtnis der Schiiten verankert. Das Wort „Schiiten" ist von Schiat Ali abgeleitet, der „Partei Alis´". Nach Alis Tod - er wurde in der Moschee ermordet - gründeten seine Anhänger eine eigene Richtung im Islam: die Schia. Sein Grab, ein wichtiger Pilgerort, steht in Kufa/Irak.
Allameh Tabatabai
Allameh Tabatabai (1892-1981) ist einer der bedeutendsten schiitischen Theologen des 20. Jahrhunderts. Sein Kommentar des Koran, der tafsir al-mizan, umfasst insgesamt 20 Bände und ist für den schiitischen Islam der Gegenwart von großer Bedeutung.
Almohaden
Wie die Almoraviden ging die Dynastie der Almohaden (arab. Al Muwahhidun, „die sich zur Einheit Gottes Bekennenden") aus einer streng orthodoxen religiösen Reformbewegung hervor. Als ihr Gründer gilt Ibn Tumart (1077-1128), der die Berberstämme Marokkos zum Aufstand gegen die Almoraviden organisierte. Sein Nachfolger Abd Al Mumin (1130-1163) eroberte Nordwestafrika sowie das arabische Spanien. Anfang des 13. Jahrhunderts ging den Almohaden die Herrschaft über Spanien verloren, 1269 wurden sie auch in Marokko gestürzt.
Almoraviden
Die Almoraviden (arab. Al Murabitun, „die Grenzkämpfer") bildeten Mitte des 11. Jh. eine streng orthodoxe Glaubensbewegung. Ihr Ursprung ist in dem berberischen Stamm der Senhadscha zu finden. Almoraviden herrschten über Nordafrika und Spanien, bis sie 1147 von den Almohaden gestürzt wurden.
amal
Arabischer Begriff für "die Arbeit"; "das was man tut"; "gute Werke"; "Gebete, die man freiwillig auf sich genommen hat".
American University of Beirut
The American University of Beirut is one of the most prestigious universities in the Middle East. It was first established in 1862 by protestant missionaries and is affiliated with New York University. Students from different places in the region come here to study. Education is expensive but a system of scholarships exists for the best students.
Amitabh Bachchan
Amitabh Bachchan (geb. 1942), auch genannt Big B („Großes B"), gilt als wichtigster indischer Superstar seit den 1970ern. Anfang der 1980er verließ er kurzzeitig die Filmindustrie, um eine politische Karriere zu starten, kehrte dann aber auf die Leinwand zurück. An seine früheren Erfolge konnte er erst seit 2000 wieder anknüpfen, als er im Fernsehen die Show Kaun Banega Crorepati („Wer wird Millionär") übernahm.
Annemarie Schimmel
Annemarie Schimmel (1922-2003) war eine der letzten großen deutschen Orientalisten und galt zeitlebens als eine der wenigen Frauen, die sich in der arabischen, türkischen, persischen und indischen Literatur auskannte. Von 1961 bis 1967 lehrte sie an der Universität Bonn, anschließend in Harvard, wo sie bis zu ihrem Ruhestand blieb. Ihre große Liebe galt der islamischen Mystik, über die sie zahlreiche Bücher verfasste und deren Texte sie aus dem Türkischen ins Persische, aus dem Persischen ins Arabische, aus dem Arabischen ins Urdu übertrug. Dafür wurde sie in der gesamten islamischen Welt bewundert, ja sogar verehrt. Muslime sagen bis heute, „Annemarie Schimmel hat uns unsere Seele zurück gegeben". In ihrem Heimatland Deutschland galt sie jedoch als naiv und romantisch, weil sie apolitisch war, keine kritische Distanz zur islamischen Revolution in Iran forderte und einmal einem Freund bekannte, die Fatwa gegen Salman Rushdie verstehen zu können. Als sie 1995 der deutsche Buchhandel mit dem Friedenspreis ehren wollte, wurde Annemarie Schimmel vorübergehend zum Medienskandal.
Ansar As-Sunna
„Verteidiger der Sunna", ost-afrikanische islamische Reformbewegung
Anwar as-Sadat
Mohammad Anwar as-Sadat was the Egyptian president from 1970 to 1981. He was the first Arabic head of state that mediated a peace agreement with Israel. This led to a return of the Sinai Peninsula that was occupied by Israel, but at the same time also led to the temporary isolation of Egypt within the Arab world. Together with Israel’s Prime Minister Menachem Begin, Sadat received the Nobel Peace Prize. Domestically, he continually remained controversial, especially due to his violent actions against opposing movements. In October of 1981, Anwar as-Sadat fell victim to assassination.
Arabesk-Musik
Die Geschichte der Arabesk-Musik in der Türkei beginnt mit der Binnenmigration vom Land in die Stadt in den frühen 1960er Jahren. Sie ist ein Begleitphänomen der Urbanisierung. Arabesk wird hauptsächlich in Verbindung mit Musik, aber auch Filmen, Romanen und Fotoromanen verwendet. Die Arabesk-Musik verbindet westliche und orientalische Instrumente mit arabischen Rhythmen. Diese synkretische Musikform nutzt Instrumente und Beats der traditionellen türkischen Volksmusik. Die Ausstrahlung von Arabesk-Musik im Fernsehen war bis Anfang der 1980er Jahre verboten. Die konservativ-populistische Regierung Turgut Özals hob das Verbot Mitte der 1980er Jahre auf. Charakteristisch für die Arabesk-Musik sind durch Fatalismus, Sentimentalität und Pessimismus geprägte Texte und Rhythmen. Früher gaben die Texte einer irrationalen und pessimistischen Reaktion von Menschen vom Land auf den urbanen Kapitalismus Ausdruck. Heute stehen andere Themen im Mittelpunkt. Statt dem pessimistischen Lebensgefühl in der Stadt Ausdruck zu geben, loben die Texte die Schönheit und Idylle eines früheren Lebens. Sie rufen zur Rückkehr zu den Ursprüngen auf. Die soziologische Dimension der Arabesk-Musik in der Türkei ist Gegenstand umfassender wissenschaftlicher Untersuchungen. Auch Islamic Force verwendete als Samler alte populäre türkische Melodien von Baris Manço, Zülfü Livaneli und Sezen Aksu.
Atatürk
Mustafa Kemal (1881-1938), der spätere Atatürk („Vater der Türken"), kam 1881 in der griechischen Vielvölkerstadt Tessaloniki zur Welt. Er durchlief eine Karriere im osmanischen Militär und verteidigte während des ersten Weltkrieges bei Gallipoli die Dardanellen gegen die alliierten Streitmächte, was ihm den Beinamen „Retter von Istanbul" einbrachte. Nach Beendung des Weltkriegs wurde die Türkei jedoch von den alliierten Mächten besetzt. Mustafa Kemal formierte daraufhin die „nationale Befreiungsarmee" und vertrieb 1922 schließlich alle fremden Besatzer. 1923 übernahm er die Neuorganisation des auseinander gefallenen Osmanischen Reiches, verordnete der türkischen Gesellschaft weitgehende Reformen und zwang ihre Bürger, sich äußerlich und innerlich dem europäischen Vorbild anzugleichen. Zum „Vater der Türken" avanciert, übernahm er 1936 die Präsidentschaft der neuen türkischen Republik. Seine letzte Ruhestätte, die Anit Kabir in Ankara, bildet bis heute den wichtigsten Erinnerungsort der laizistischen Türkei.
AUB
The American University of Beirut is one of the most prestigious universities in the Middle East. It was first established in 1862 by protestant missionaries and is affiliated with New York University. Students from different places in the region come here to study. Education is expensive but a system of scholarships exists for the best students.
Ayyubiden
Die Ayyubiden sind eine muslimisch-kurdische Dynastie. Sie herrschten über Ägypten von 1171 bis 1252. Begründet wurde die Dynastie 1171 von Saladin. Diese Dynastie gilt als Nachfolge bzw. als Erbin der fatimidischen Dynastie. Die Herrschaft der Ayyubiden leistete einen großen Beitrag beim Kampf gegen die Kreuzfahrer.
Azhar
The Azhar Mosque in Cairo is perhaps the most significant spiritual center of Sunni Islam, originally tracing back to Shiite establishment in the year 971. Al-Azhar had developed into a stronghold of religious scholarship by the Middle Ages, by which time, it had already achieved somewhat of a double function as a mosque and a university, although the later status was officially awarded only in the year 1953. In 1961, the university, which by then had only been developed within a theological framework, was finally put under direct state control and fundamentally reformed. In addition to the existing theological faculty, a new, secular faculty was introduced that was meant to promote the modernization of Egypt. Today, the same courses of study exist at the Azhar University as at every other modern university, including medicine, chemistry, agriculture, the Arabic language and economics. Those who wish to become one of the over 375,000 students at Azhar must receive an “Azharish” qualification for university entrance from special schools in Egypt or Islamic centers abroad.
Azmi Bishara
Azmi Bishara wurde am 22. Juli 1956 in Nazareth als Sohn einer palästinensisch-christlichen Familie geboren. Er ist israelischer Staatsbürger. Zwischen 1996 und 2007 war er Abgeordneter im israelischen Parlament, der Knesset. Als im Frühjahr 2007 Anschuldigungen wegen Hochverrats gegen ihn erhoben wurden, trat er von seinem Amt zurück und kehrte Israel den Rücken. Seinen Doktor der Philosophie erwarb Azmi Bishara an der Humboldt Universität in Berlin im Jahr 1986. Danach arbeitete er als Wissenschaftler an der Bir Zeit Universität in Ramallah und an Forschungseinrichtungen in Israel. Für seinen Einsatz für Menschenrechte und Demokratie erhielt er 2002 den Ibn-Rushd-Preis für freies Denken.
