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Baath-Partei

Die Baath-Partei (arab., „Wiedergeburt") wurde 1947 in Damaskus von Michel Aflak gegründet und ist eine ursprünglich panarabisch-sozialistisch orientierte politische Partei. Der ideologische Anspruch der Gründer war es, alle arabischen Länder zu vereinigen und dadurch wieder zu vergangener Stärke zu führen. Die westliche Demokratie wurde abgelehnt und stattdessen ein sozialistisch orientiertes System bevorzugt. Gegenwärtig ist die Baath-Partei nur in Syrien an der Regierung beteiligt, in allen anderen arabischen Staaten wirkt sie im Untergrund. Im Irak war die Baath-Partei ein wichtiges Instrument des Regimes von Saddam Hussein. Nach dessen Sturz durch eine amerikanisch-britische Militärintervention 2003 wurde die irakische Baath-Partei für offiziell aufgelöst erklärt.

Babri Moschee

Die Babri Moschee wurde 1528 vom Mogulherrscher Babur im nordindischen Ayodhya (Uttar Pradesh) errichtet. Eine Legende besagt, dass die Moschee sich an der Stelle befindet, wo zuvor ein Hindu-Tempel den Geburtsort des Gottes Ram markierte. Die Moschee wurde 1992 von radikalen Hindu-Nationalisten fast vollständig zerstört, um einem neuen Hindu-Tempel Platz zu machen. Die daraus folgenden religiösen Unruhen zwischen Hindus und Muslimen griffen auf das ganze Land über. Dabei sollen zwischen 1000 und 2000 Muslimen getötet worden sein.

Bambara

Das Volk Bambara (auch: Bamana) zählt etwa vier Millionen Menschen, die zwischen Südost-Mali und Burkina Faso zerstreut leben und die Sprache Bambara sprechen.

Barelwi

Eine Madrasa, die von Ahmad Riza Khan, einem berühmten sunnitischen Gelehrten des 19. und 20. Jahrhunderts, in Indien gegründet wurde. Barelwis sind hanafitische Sunniten und haben enge Beziehungen zum Sufismus.

Bashar al-Assad

Bashar al-Assad (geb. 1965) ist seit 2000 syrischer Präsident. Er übernahm das Amt von seinem Vater Hafez al-Assad, der Syrien 30 Jahre lang autoritär regiert hatte. Bashar al-Assads Machtübernahme löste in der in der Bevölkerung große Hoffnungen auf Reformen und Wandel aus, da der junge Präsident als aufgeschlossen, gebildet und modern galt. Die Reformbemühungen seines Regimes beschränken sich jedoch bislang vor allem auf eine wirtschaftliche Liberalisierung. Grundlegende politische Reformen blieben bisher aus.

Berber

Berber sind die Ureinwohner Nordafrikas. Das Wort ist eine Erbschaft der griechisch-römischen und der arabisch-islamischen Geschichtsschreibung. Heute erfahren Mitglieder dieser Gruppe die Bezeichnung als herablassend. Stattdessen bevorzugen sie Amazighiyīn („die Freien").

Bombay

Bombay ist mit über 13 Millionen Einwohnern eine der größten Städte der Welt. Sie liegt an der Westküste Indiens und ist Hauptstadt des indischen Bundesstaates Maharashtra. Zudem ist Bombay die wichtigste Hafenstadt und größtes Wirtschaftszentrum Indiens mit Sitz der indischen Börse. Der Name Bombay leitet sich vom Portugiesischen ab und bedeutet "Gute Bucht". 1995 wurde nach der Regierungsübernahme Hindu-nationalistischer Parteien in Maharashtra die Stadt in Mumbai umbenannt - nach der indischen Göttin Mumbadevi.

Bostra

Bostra war eine antike Stadt im Hauran, die seit dem 2. Jahrhundert v.Chr. zum Nabatäer-Reich gehörte. Durch den römischen Kaiser Trajan wurde sie in das Römische Reich eingegliedert und zur Hauptstadt der neuen Provinz erklärt. Bostra war ein wichtiges Handelszentrum, da hier Hauptstraßen zum Roten Meer entlang liefen. Die Stadt war mit vielen Kirchen, Theatern und anderen prunkvollen Bauten eine Perle der damaligen Zeit. Viele dieser Bauten wurden bei einem Erdbeben 1157 zerstört. 1980 wurde die Altstadt von Bostra in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

Brüder Lumière

Die französischen Brüder Auguste und Louis Lumière erfanden im Jahr 1895 den Cinématographe, einen Apparat, der Filmkamera und Filmprojektor in einem war. Aufgrund dieser Erfindung gelten sie als Väter des modernen Kinos.

Brüder Lumi�re

Die französischen Brüder Auguste (st. 1954) und Louis (st. 1948) Lumière gelten als Pioniere der Photographie und des Kinos. Sie erfanden den Cinématographe, einen Filmprojektor, der gleichzeitig auch als Filmkamera eingesetzt werden konnte. Die ersten Vorführungen mit diesem Gerät erfolgten in Paris im Dezember 1895.

Britische Kolonialzeit

Vor den Briten hatten bereits die Portugiesen, die Niederländer und die Franzosen einzelne Gebiete Indiens kolonialisiert. Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts verdrängten die Briten jedoch alle anderen Staaten. Die Britische Ostindien-Kompanie (Englisch: East-India Company) setzte sich ab 1757 nicht nur militärisch durch, sondern errichtete eine Verwaltung und beutete das Land auch wirtschaftlich aus. Widerstand der Inder, z.B. im Soldaten-Aufstand (Englisch: "Sepoy-Mutiny") von 1857 wurden blutig niedergeschlagen. Ab 1877 nannte sich die englische Königin Victoria (regierte 1837-1901) auch "Kaiserin von Indien". Ihr Herrschaftsgebiet Britisch-Indien umfasste die heutigen Staaten Indien, Pakistan, Bangladesch und Birma. Die britische Kolonialherrschaft über Indien dauerte bis 1947.

Burqa

Die burqa ist ein zumeist schwarzer Überwurf, der Kopf und Körper der Frau bedeckt. In Indien und Pakistan lässt die burqa die Augen meist frei, während in Afghanistan die burqa in der Regel auch die Augen (mittels eines Netzes) bedeckt.